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Sonntag, 12.02.2012

Das Schwerpunktthema der Woche

Hautoberfläche 
Hautoberfläche
© N. Podbregar
Unter die Haut
Barriere im Belagerungszustand

Sie ist Hülle, Verteidigungswall, Atmungsorgan, Ernährer und Anpassungskünstler zugleich: unsere Haut. Das größte Organ des Menschen ist für das Überleben so unverzichtbar wie Herz und Gehirn, gleichzeitig jedoch ist es auch unsere wichtigste Verbindung und unser „Aushängeschild“ gegenüber der Außenwelt. Und genau deshalb wollen Wissenschaft und Kosmetikindustrie immer häufiger „unter unsere Haut“.

Sie ist das einzige Organ unseres Körpers, dass vollständig von außen sichtbar ist – und wichtiger Außenposten des Nervensystems. Über die Haut spüren wir Wärme und Kälte, nehmen wir Nadelstiche wahr oder sanfte Berührungen. Die nur wenige Millimeter dicke Hülle schützt uns gegenüber aggressiven Eindringlingen von außen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Abfallstoffe des Stoffwechsels abtransportiert werden. Sie verhindert, dass unser Körper völlig austrocknet, schirmt uns aber auch gegenüber Regen und anderen Wassereinbrüchen von außen ab.

Die Haut ist mit einer Fläche von 1,5 bis zwei Quadratmetern und einem Gewicht von zehn bis zwölf Kilogramm ein wahrer Gigant unter unseren Organen. Doch obwohl sie immerhin rund ein Sechstel unsere Körpergewichts ausmacht, sind wir uns nur selten ihrer Bedeutung und ihrer Leistungen für unseren Organismus bewusst.

Im Gegenteil. Aufmerksamkeit erhält die Körperhülle meist nur dann, wenn etwas schiefläuft: Wenn sie brennt und juckt, weil ein Sonnenbrand ihre sensibles Gleichgewicht durcheinander bringt. Wenn Pickel sprießen und unser „Aushängeschild“ zu verunstalten drohen. Oder wenn das Alter zuschlägt und die einstmals so elastische Hülle faltig und runzelig wird.

Der Kampf gegen diese „Schönheitsfehler“ ist seit Jahrhunderten Gegenstand wissenschaftlicher – und wirtschaftlicher - Neugierde und Forschung. Denn mit der Haut lässt sich - das war schon den Quacksalbern früherer Jahrhunderte klar - durchaus ein gutes Geschäft machen. Inzwischen sucht ein ganzes Heer von Forschern im Dienste der Kosmetikindustrie fieberhaft nach immer neuen Mitteln zur Verschönerung, Erhaltung und Regeneration der Haut. Doch auch die Medizin hat die Haut für sich entdeckt: Der Transport von Wirkstoffen durch die Haut bietet gegenüber den klassischen Tabletten oder Spritzen viele Vorteile.

Doch egal ob Arzneimittel oder Anti-Falten-Creme: Um zu wirken müssen sie erst einmal unter die Haut gelangen – und hier beginnt das Problem: Denn die Haut lässt sich nicht so einfach austricksen: Ihre Barriere gegen Eindringlinge wirkt auch gegen die Mittel, die ihr helfen sollen...

Inhalt:
Geboren um zu sterben
Die Epidermis und die Entwicklung der Hornhaut
Feuchtigkeit ist Trumpf
Die Hornhaut im Visier der Kosmetikindustrie
Durch die Mauer
Transdermaler Transport von Medikamenten
Gel statt Pflaster oder Pille
Hormone und Krebsmittel gehen unter die Haut
Hilfe, die Falten kommen!
Hautalterung als Schicksal?
Ein aussichtsloser Kampf?
Anti-Falten-Kosmetika und ihre (Nicht-) Wirkung
Sonne macht Falten...
Hautschäden durch UV-Strahlung
...was hilft?
Vorbeugen, Vorbräunen und reparieren
Farbe, Flecken und Pigmente
Was prägt das Aussehen unserer Haut?
Auf der Suche nach dem „Streichelfaktor“
Warum Hautkontakt glücklich macht
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Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
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Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
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Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts