Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Sonntag, 12.02.2012

Das Schwerpunktthema der Woche

Lungenfisch 
Lungenfisch
© Andrew Simons
Lebende Fossilien
Überlebenskünstler oder Auslaufmodelle der Evolution?

Sie leben seit Jahrmillionen auf der Erde, konnten teilweise sogar den Dinosauriern beim Aussterben „zuschauen“ und haben sich in der ganzen Zeit trotzdem kaum verändert – lebende Fossilien gehören zu den seltensten und rätselhaftesten Phänomenen der Tier- und Pflanzenwelt.

Zur heute immer noch fantastischen biologischen Vielfalt weltweit gehört jedoch nur noch ein Bruchteil der Organismen, die im Laufe der verschiedenen Erdzeitalter auf unserem Planeten gelebt haben. Forscher vermuten sogar, dass 99 Prozent aller Arten, die sich früher in den Meeren, der Luft oder auf dem Land tummelten mittlerweile längst wieder ausgestorben sind.

Die durchschnittliche „Verweildauer“ einer Art auf der Erde, so die Wissenschaftler, beträgt, wenn überhaupt, selten mehr als ein paar Millionen Jahre. Zum Vergleich: der moderne Mensch ist gerade mal 35.000 Jahre alt.

Dennoch gibt es Lebewesen, die selbst die schlimmsten Massenaussterben, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche, Klimaveränderungen oder Erdbeben anscheinend problemlos überlebt haben. Quastenflosser beispielsweise gibt es bereits seit 400 Millionen Jahren. Auch Pfeilschwanzkrebse oder Ginkgos haben bereits 150 Millionen Jahre auf dem „Buckel“.

Doch wie ist es ihnen gelungen der Evolution ein Schnippchen zu schlagen? Woran erkennt man die „Methusalems“ der Erdgeschichte? Haben die lebenden Fossilien noch eine Zukunft?

Inhalt:
„Leben heißt Veränderung“
Darwin und die lebenden Fossilien
Grenzgänger zwischen Wasser und Land
Die Wiederentdeckung von Latimeria chalumnae
Latimeria-Manie
Ein Relikt aus der Vorzeit wird berühmt
Älter als die Dinosaurier?
Kennzeichen für lebende Fossilien
Gladiatoren auf sechs Beinen
Forscher entdecken 31. Insektenordnung
Glück, Genom oder große Eier
Ursachen für das lange Überleben
Resistenter "Oldtimer"
Der Ginkgo
High noon für lebende Fossilien?
Relikte aus der Urzeit vom Aussterben bedroht
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Mehr zum Thema im Dossier-Themenpool
Massenaussterben
Katastrophale "Unfälle" der Evolution?
Dinosaurier
Giganten der Urzeit
Aus für die Ursuppe?
Rätsel um die Entstehung des Lebens
Der Streit um den Neandertaler
Anmerkungen zur Evolution des Menschen
Tintenfische
Intelligente Anpassungskünstler unter Wasser
Landbrücken
Evolution auf Wanderschaft
Geheimnisvolle Tiefsee
Von Mythen, Monstern und Manganknollen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Lake Wostok
Aktuelle Dossiers
Wie eine lebende Haut
Neue Korrosionsschutzschichten sollen Defekte selbstständig heilen
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts