Aus der Klimageschichte lernen: Seit Jahrhunderten erfassen Forscher Temperaturschwankungen und Treibhausgaskonzentrationen. Diese Messwerte der Vergangenheit helfen heute dabei, die Zukunftsszenarien zur globalen Erwärmung zu optimieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Klimasensitivität, das Ausmaß der Erwärmungsreaktion, die unser Klimasystem zeigt.
Wie stark erwärmt sich die Atmosphäre, wenn die Treibhausgaskonzentration um einen bestimmten Wert steigt? Ohne die Kenntnis dieses Zusammenhangs sind alle Klimaprognosen hinfällig. Deshalb ist die Klimasensitivität zur zentralen Kenngröße in der Klimaforschung geworden. Sie gibt an, wie empfindlich das Klimasystem auf eine Störung seiner Energiebilanz reagiert.
Je genauer der Wert dieser Maßzahl angegeben werden kann, desto genauer fallen die Modellprognosen aus. Um die Spannbreite der bisher in Frage kommenden Werte weiter einzuengen, blicken Wissenschaftler dabei auch in die Erdgeschichte zurück. Die renommierten Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Thomas Schneider von Deimling vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erklären, warum. |