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Montag, 13.02.2012
Tsunami watch und Tsunami warning
Wie funktioniert das Warnsystem?

Da die wichtigste Tsunamiursache - die Seebeben - heute noch nicht rechtzeitig und mit der nötigen Sicherheit vorhergesagt werden können, ist es auch unmöglich vorab zu wissen, wann Tsunamis auftreten werden. Die Forscher des PTWC müssen sich deshalb darauf beschränken, mithilfe von gut überwachten Seismographen, die im ganzen pazifischen Raum verteilt sind, neue Erdbeben möglichst schnell zu entdecken und zu lokalisieren. Computer berechnen in kürzester Zeit aus den gewonnenen Daten die Stärke und Lage des Bebens sowie die Bewegungsrichtung der Bruchschollen.

Bei einem Erdbeben ab einer Stärke von 7 oder mehr auf der Richter-Skala ist besondere Eile bei der Auswertung geboten. So lange noch nicht genau feststeht, wie stark das Beben war und ob wirklich eine Tsunamiwelle ausgelöst ist, wird zunächst eine "Tsunami Watch"-Meldung an die zuständigen Stellen in den verschiedenen Ländern weitergeleitet.

Tsunami- Messstationen 
Tsunami- Messstationen
© NASA
Erst wenn zusätzlich an mehreren Messstationen im pazifischen Raum signifikante Änderungen des Meeresspiegels festgestellt werden, es also relativ wahrscheinlich ist, dass wirklich eine Tsunamiwelle droht, gibt das PTWC eine "Tsunami warning" heraus. Dabei werden zunächst natürlich die Messstationen befragt, die in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum des Erdbebens liegen.

Steht fest, welchen Weg der Tsunami nehmen wird, informieren die Behörden die breite Öffentlichkeit in den betroffenen Gebieten über Radio- und Fernsehsender. Parallel werden eventuell notwendige Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet.

Da den Meeresforschern das Relief des Meeresbodens mittlerweile relativ gut bekannt ist und die Geschwindigkeit eines Tsunamis im wesentlichen von der Wassertiefe abhängt, können die Wissenschaftler die Laufzeiten und Laufrichtungen einer Tsunami ziemlich genau bestimmen.

Mittlerweile gibt es sogar Weltkarte in denen die Gebiete eingezeichnet, die aus historischen Erfahrungen als tsunamigefährdet gelten. Und auf Hawaii sind in den öffentlichen Telefonbüchern Grafiken enthalten, die die verschiedenen Evakuierungszonen auf der jeweiligen Insel zeigen.

Alles bestens also, sollte man meinen. Ganz so ist es aber doch nicht...

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