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Montag, 13.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Tsunami ist japanisch und bedeutet wörtlich übersetzt die "lange Hafenwelle". Während ihrer Arbeit auf hoher See hatten Fischer meist keine größeren Wellen bemerkt, doch bei Ihrer Rückkehr in den Heimathafen fanden sie ihre Dörfer und Felder von Riesenwellen verwüstet vor.


  • Vor allem Küstenbewohner fürchten die Tsunamis, da sie häufig zur totalen Zerstörung tiefliegender Gebiete führen. Allein in diesem Jahrhundert sind schon Zehntausende von Menschen in den Riesenwellen umgekommen.


  • Lange Zeit wurden Tsunamis irrtümlicherweise für Flutwellen gehalten. Heute weiß man, dass ihre Entstehung nichts mit dem tageszeitlichen Wechsel von Ebbe und Flut zu tun hat, sondern vielmehr Seebeben oder Vulkanausbrüche die Hauptursache sind.


  • Die bislang größte Katastrophe ereignet sich 1883 bei der Explosion des Vulkans Krakatau in Indonesien. Fast 36.000 Menschen starben im Umkreis von 80 Kilometern rund um den Krakatau in den bis zu 40 Meter hohen Meereswellen, 295 Orte wurden im Verlauf der Katastrophe vollständig zerstört.


  • Besonders bedroht von diesen Katastrophenereignissen ist der Stille Ozean, weil entlang des pazifischen Feuerrings tsunamiauslösende Ereignisse wie Erdbeben vermehrt auftreten. Ozeanweite Tsunamis, die große Teile des Raums bedrohen, sind aber äußerst selten. Lediglich alle zehn bis zwölf Jahre treten sie durchschnittlich auf.


  • In den geologisch weniger aktiven Ozeanen wie Atlantik, Indischer Ozean oder Mittelmeer sind schwerwiegende Tsunamis aber wesentlich seltener.


  • Die Wellenlängen der Tsunamis auf dem offenen Meer ist weitaus riesiger als bei "normalen" Wellen. 100 bis 300 Kilometer, im Extremfall sogar 500 Kilometer liegen zwischen den einzelnen Wellenkämmen. Mehr als 10.000 Kilometer können diese so zurücklegen, bevor sie ihrer zerstörerische Kraft an der Küste zeigen.


  • Mehr als 50.000 Menschen sind allein in den letzten 100 Jahren während der verschiedenen Tsunamikatastrophen in den brodelnden Wassermassen der Wellen ertrunken, ganze Küstenstriche wurden verwüstet, Schiffe mitsamt der Besatzung an Land geworfen, Gebäude zerstört und Ernten vernichtet. Auch starke Erosionsschäden werden immer wieder nach Tsunamis beobachtet.


  • Mithilfe eines Messnetzes im Pazifik registrieren Wissenschaftler heute jede seismische Aktivität. Zusätzlich werden Daten zur Meeresbewegung durch Bojen und über Satellit in die Tsunami-Überwachungszentren geliefert. Doch nicht alle Vorhersagen des Pacific Tsunami Warning Centers in den letzten 50 Jahren waren begründet. Bei insgesamt 20 Warnungen des PTWC gab es immerhin 15 Fehlalarme.

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