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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir Menschen schlafend. Einen Großteil davon träumen wir - auch wenn wir uns daran oft nicht mehr erinnern.


  • Schlafforscher unterscheiden fünf Schlafstadien: Die Einschlafphase (Stadium 1), den leichten Schlaf (Phase 2), zwei Tiefschlafstadien (3+4) und den REM-Schlaf, das Stadium, in dem wir Menschen am häufigsten und lebhaftesten träumen. Doch auch in anderen Schlafphasen kommen Träume vor.


  • Insgesamt verbringen wir rund 20 bis 25 Prozent unseres Nachtschlafs im REM-Schlaf, weitere 20-25 Prozent im Tiefschlaf. Die restliche Zeit herrscht der leichte Phase 2-Schlaf vor. Säuglinge dagegen verbringen bis zu 50 Prozent ihrer Schlafzeit im REM-Schlaf.


  • "Spuren" der Trauminhalte lassen sich in Muskelimpulsen und in der Art der Augenbewegungen nachweisen. Mit Ausnahme der Augen sind jedoch willkürliche Muskelbewegungen im Traumschlaf nicht möglich. Diese Lähmung kann sich in Fall- oder Verfolgungsträumen niederschlagen.


  • Gesteuert wird der Schlaf durch ein komplexes System aus chemischen Botenstoffen und Nervenimpulsen. Zentren für den REM-Schlaf und vielleicht auch das Träumen liegen unter anderem im Hirnstamm und in der Brücke (Pons).


  • Ob Trauminhalte eine biologische Funktion haben, ist bislang noch umstritten. Viele Wissenschaftler sehen in ihnen nur ein Relikt oder Nebenprodukt der physiologischen Vorgänge im Gehirn während des Schlafs. Andere jedoch messen ihnen Bedeutung zur Traumabewältigung oder Vorbereitung auf Bedrohungen zu.


  • Für das Lernen und das Gedächtnis könnten Träumen und Traumschlaf eine entscheidende Rolle spielen. Neu erworbenes Wissen oder Können scheint sich durch nachfolgenden ungestörten Traumschlaf besser im Gehirn zu verankern. Traumschlaf-Entzug wirkt sich meist negativ auf den Lernerfolg aus.

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