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Etwa ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir Menschen schlafend. Nacht für Nacht tauchen wir ein in eine fremde Welt, eine Welt mit ihren eigenen Gesetzen und Regeln. Denn in dieser Zeit ist unser aktives Bewusstsein ausgeschaltet. Nicht mehr wir haben die Kontrolle über das, was geschieht, sondern unser Unbewusstes - das Gehirn geht seiner eigenen Wege.
| |  | Traumvisionen verzerrter Realität © IMSI MasterClips | Denn während der Körper entspannt und die Muskeln erschlaffen, geht es im Gehirn hoch her: Abgeschottet von der Außenwelt feuern die Gehirnzellen ihre elektrischen Signale und kommunizieren miteinander. Sie tauschen Informationen aus, lassen neue Verknüpfungen wachsen und wandeln andere um. Der Mensch jedoch schläft.
Doch obwohl wir einen Großteil dieser nächtlichen Hirnaktivitäten nicht mitgekommen - wir verschlafen sie im wahrsten Sinne des Wortes - dringt ein Teil dieses Nervenfeuerwerks doch bis an die Grenzen unseres Bewusstseins vor: Wir träumen. Im Traum erkunden wir fremde Landschaften, sind die Helden und Heldinnen der spannendsten Abenteuer, erleben Momente der Angst, der Qual oder aber des Glücks.
Seltsame Gestalten bevölkern unsere Traumwelt...Aber warum? Wie kommt diese Traumwelt zustande? Sind Träume, wie einige Psychoanalytiker meinen, Botschaften unseres Unbewussten an uns selbst? Erfüllen wir uns im Traum vielleicht unsere ungelebten und uneingestandenen Wünsche? Steckt ein tieferer Sinn hinter den oft so bizarren Traumszenarien? Oder sind Träume doch nur die sprichwörtlichen Schäume und im Kern absolut sinnlos - ein bloßes Nebenprodukt der rein physiologischen Prozesse während der "Nachtschicht" unseres Gehirns?
Genau diese Fragen stellen sich auch Schlafforscher und Traumexperten in aller Welt - bislang jedoch ohne eine eindeutige Antwort gefunden zu haben. Im Gegenteil: Mögliche Erklärungen gibt es fast ebenso viele wie Arbeitsgruppen und Schlaflabore, und fast jeden Monat kommen neue, oft verwirrende Puzzlestücke des Wissens hinzu...
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