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Montag, 13.02.2012
Der Stammbaum
Ein Weg voller Sackgassen

Möglicher Verlauf der Evolution der Hominiden 
Möglicher Verlauf der Evolution der Hominiden
© Marcus Anhäuser
Versucht man sich einen Überblick über unsere Evolution zu verschaffen, über die zahlreichen Vorfahren, die vielen Haupt- und Seitenlinien, stößt der Laie auf zwei wesentliche Probleme: die unzähligen Artnamen unserer Vorfahren und die Uneinigkeit der Wissenschaftler in einigen Punkten über den tatsächlichen Verlauf der Evolution.

Jeder neue Fund bedeutet ein neues Puzzleteil in unserem stammesgeschichtlichen Bild. Deshalb soll sich diese Beschreibung unserer Evolution auch nicht in Einzelheiten verlieren, sondern nur die dicksten Äste des Stammbaums nachzeichnen.

Lange Zeit waren die Wissenschaftler davon ausgegangen, daß das "Missing link" in einer Zeit vor ungefähr 15 Millionen Jahren zu suchen sein müßte. Ergebnisse molekularbiologischer Untersuchungen, mit denen auch die nahe Verwandtschaft des Menschen zu den Schimpansen belegt wurde, veranlassen die Forscher inzwischen dazu, die Gabelung, an der sich die Äste der afrikanische Großaffen und des Menschen trennen, auf acht bis fünf Millionen Jahre vorzuverlegen.

Aber die Suche nach dem Verbindungsglied geht weiter, denn aus dieser Zeit bis vor etwa fünf Millionen Jahren gibt es so gut wie keine fossilen Überreste, weil es nur wenige und nicht sehr ausgedehnte Sedimentationsbecken gibt. Das ändert sich ab etwa 4,5 Millionen Jahren vor heute. Ab diesem Zeitraum häufen sich die Fossilienreste und den Paläoanthropologen öffnet sich die Welt der Australopithecinen, der "südlichen Affen". Diese beschränkt sich auf Afrika, was den Verdacht erhärtet, daß "das Menschliche" in diesem südlichen Kontinent entstand.

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