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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die räumliche Struktur der DNA wurde 1953 von James Watson und Francis Crick erstmals als strickleiterförmig gewundene Doppelhelix beschrieben. Für ihre Entdeckung erhielten die Wissenschaftler 1962 den Nobelpreis für Medizin.

  • Ein DNA-Grundbaustein besteht aus einer Phosphatgruppe, einem Zucker und einer Base. Er wird als Nucleotid bezeichnet. Die komplementären Basen Adenin und Thymin und die Basen Cytosin und Guanin werden durch zwei oder drei Wasserstoffbrücken miteinander verbunden.


  • Die Abfolge der Basen ist der eigentliche Träger der genetischen Erbinformation. Für jede Base - Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin - steht in der Sprache der Genetiker ein Buchstabe: A, T, C und G. Ihre Reihenfolge ergibt den genetischen Code. Dieser ist bei jedem Individuum mit Ausnahme eineiiger Zwillinge einzigartig. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Menschen das gleiche DNA-Profil haben, liegt bei eins zu mehreren Milliarden.


  • Das menschliche Genom von etwa drei Milliarden Basenpaaren besteht zu über 90 Prozent aus nichtkodierender DNA. Der nichtkodierende Bereich unterliegt im Laufe eines Lebens keiner natürlichen Veränderung (Mutation). Daher wird dieser "stabile" DNA-Bereich bei Gen-Tests wie beispielsweise Vaterschaftsanalysen oder der Identizierung mittels des "genetischen Fingerabdrucks, analysiert.


  • Mit Hilfe eines zyklischen Verfahrens, der Polymerase-Kettenreaktion, können kleinste Spuren von DNA in beliebiger Menge vervielfältigt werden. Man erhält dadurch eine ausreichende Menge um das genetische Material zu analysieren und mit herkömmlichen Methoden sichtbar zu machen.


  • DNA-Stücke, die an den Enden der Chromosomen sitzen und keine Erbinformation enthalten, werden als Telomere bezeichnet. Sie verkürzen sich bei jeder Zellteilung. Telomere sind eine Art "Pufferzone" und liegen schützend vor der eigentlichen Erbinformation. Sind die Telomere aufgebraucht, stirbt die Zelle, der Organismus altert.


  • Island hat 1998 per Gesetz die Rechte zum Aufbau und Betrieb einer nationalen Gendatenbank an die Biotech-Firma deCode genetics für 25 Millionen Dollar verkauft. Nach zwölf Jahren soll die Datenbank in den Besitz des Staates übergehen.


  • Im April 2003 gaben Wissenschaftler des internationalen Humangenomprojekts in Washington bekannt, dass nach 13 Jahren Forschung "der lesbare Teil des Erbguts zu 98 bis 99 Prozent sequenziert ist".


  • Das Proteom beschreibt die Gesamtheit aller Proteine zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Zelle. Proteine entstehen aus der "Übersetzung" der Gene und sind als Enzyme, Antikörper, Kollagen etc. für den Aufbau und Erhalt von Körperfunktionen zuständig.

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