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Mittwoch, 16.05.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Symmetrie ist eines der häufigsten Gestaltungsprinzipien der Natur. In ihr finden sich sowohl spiegelsymmetrische Organismen wie der Schmetterling, als auch rotationssymmetrische Formen wie viele Blüten. Eine Besonderheit sind die spiraligen Symmetrien, wie sie in der zerstreuten Blattstellung vieler Pflanzen oder den Schneckenschalen realisiert sind.


  • Beim Menschen ist die Symmetrie eng mit der Wahrnehmung von Schönheit verknüpft. Studien zeigen, dass schon Säuglinge symmetrische Formen bevorzugt erkennen. Bei Erwachsenen scheint ein symmetrisches Äußeres attraktiver zu wirken als ein asymmetrisches. Evolutionsbiolisch könnte dies mit einer höheren genetischen "Fitness" von symmetrischen Individuen einer Art zusammenhängen.


  • Welche Symmetrie konkret in der Evolution ausgebildet wird, bestimmen vor allem zwei Faktoren: die vorwiegende Bewegungsrichtung und die Schwerkraft. Dabei ist es unwichtig, ob die Bewegung schwimmend, laufend oder fliegend erfolgt.


  • Bilateralsymmetrisch (Rechts-Links-symmetrisch) sind vor allem die Organismen, die sich quer zur Schwerkraft vorwärts bewegen. Insekten, Krebstiere, die meisten Wirbeltiere und auch der Mensch gehören dazu. Analog sind auch in der Technik fast alle Fahrzeuge, Schiffe oder Flugezuge bilateralsymmetrisch aufgebaut.


  • Mehrzählig Spiegelsymmetrisch oder zylindersymmetrisch sind viele Organismen, aber auch unbelebte Strukturen, die senkrecht entgegen der Schwerkraft wachsen oder sich bewegen. Beispiele sind Tropfsteine, kegelförmige Vulkane, Hutpilze, die Stämme von Bäumen, viele Pflanzen. Auch in der Technik findet sich dieses Prinzip in Turmbauten, Hochhäusern oder Raketen wieder.


  • Symmetrien finden sich auch im Universum. Mit einer Ausnahme scheinen die fundamentalen Kräfte der Physik auch bei Ladungsumkehr, räumlicher Spiegelung oder Zeitumkehr gleichmäßig zu wirken. Allerdings weist die Existenz unseres aus Materie bestehenden Kosmos bereits daraufhin, dass es eine grundsätzliche Asymmetrie gibt: die zwischen Antimaterie und Materie.

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