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Montag, 13.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Auftriebsgebiete liegen meist vor den Westküsten der Kontinente, wo Meeresströmungen kaltes Wasser aus höheren Breiten äquatorwärts treiben. Ablandige und küstenparallele Winde drücken das Oberflächenwasser seewärts und kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser steigt auf.


  • Mit einem Zelldurchmesser von bis zu 0,75 Millimetern ist Thiomargarita namibiensis das größte Bakterium der Welt. Erst 1997 wurde die namibische Schwefelperle vor der Küste Namibias entdeckt. Sie ernährt sich durch einen chemischen Prozess, der Nitrat mit Schwefel zu Ammonium "veratmet".


  • Zu den nitratspeichernden Schwefelbakterien gehören neben Thiomargarita die Bakterien der Gattungen Thioploca und Beggiatoa.


  • In einer Vakuole im Zellinnern lagern die Schwefelbakterien Nitrat und im Zytoplasma Schwefel. Obwohl am und im Meeresboden räumlich getrennt vorkommend, stehen ihnen durch diesen Speichertrick die beiden Nahrungskomponenten immer zur Verfügung.


  • Im Frühjahr 2001 starben nach einer Gaseruption am Meeresgrund vor der namibischen Küste riesige Mengen an Fischen, Krabben und andern Meeresgetier an den Folgen einer Schwefelwasserstoffvergiftung. Der durch einen mikrobiologischen Prozess im Meeresboden entstandene Schwefelwasserstoff ist ein Atemgift.


  • Während El Niño-Jahren ist die Meeresoberfläche ungewöhnlich warm. Mit dem Ausbleiben der Passatwinde wird das Wasser nicht mehr seewärts gedrückt, so dass kein kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser nachströmt. Durch den fehlenden Nährstoffnachschub bricht das Ökosystem in den Auftriebsgebieten zusammen und erholt sich nur langsam.


  • Die Westsahara, die Namib- und die Atacama-Wüsten sind Küstenwüsten entlang der Auftriebsgebiete. Sie entstehen, weil die Bildung von Regenwolken durch eine stabile Schichtung der Luftmassen ausbleibt. Beim Zusammentreffen von kaltem Meerwasser und warmer Wüstenluft kondensiert die aufsteigende Feuchtigkeit lediglich zu Nebel.


  • Sardinen- und Sardellenschwärme folgen anscheinend einer jeweils rund 25 Jahre andauernden Klimaschwankung des Pazifiks. Daraufhin boomt in einigen Jahrzehnten die Sardinenfischerei und in anderen die Fischmehlindustrie von Sardellen (Anchovis).


  • Steht der Pazifik unter dem Einfluss des "alten Mannes" El Viejo, ist das Wasser warm und unzählige Sardinen tummeln sich im Meer. Die kalte Phase mit weniger Sardinen, dafür aber um so dichteren Sardellenschwärmen wird "La Vieja", die alte Frau, genannt.


  • Als Guano werden Seevögelexkremente bezeichnet, die besonders im 19. Jahrhundert als Mineraldünger von Peru nach Europa exportiert wurden.


  • Auf Inseln vor Chile und Peru, die aufgrund des Fischreichtums riesige Vogelkolonien beherbergen, lagert sich der Vogeldung in großen Mengen an. In dem dortigen wüstenhaften Küstenklima wird der Kot durch die Regenarmut nicht von den Felsen abgewaschen, sondern trocknet aus.

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