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Sonntag, 12.02.2012
Facts
Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wasser auf der Erde befindet sich ständig in Bewegung: Es verdunstet von der Erdoberfläche, steigt auf und kühlt dabei ab, kondensiert an Kondensationskernen und bildet Wolken. Aus diesen fallen schließlich Regentropfen als Niederschlag zum Boden und der Kreislauf beginnt von Neuem.


  • Der mitteleuropäische Niederschlag entsteht in der Regel über den riesigen Wassermassen des Atlantiks, bevor er mit der Westwinddrift das Festland erreicht.


  • Der Prozess der Wolkenbildung ist relativ kompliziert. Der Wasserdampf kondensiert an Aerosolen. Diese Wolkentröpfen wachsen durch Verschmelzen bevor sie durch Gefrieren zu Eiskristallen wachsen. Diese wiederum „saugen“ die Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung, bis sie zu schwer für die Aufwinde sind und buchstäblich vom Himmel fallen.


  • Generell gilt, dass fast jeder Regentropfen - auch an wärmsten Sommertagen - in der Höhe zuvor aus Eis bestanden hat. Eine Ausnahme von der Regel bildet lediglich der Nieselregen, der nicht durch die Eisphase in der Wolke entsteht, sondern durch das direkte Zusammenschmelzen von Wolkentröpfchen.


  • Prinzipiell bestimmen die Größe der Tropfen und ihre Fallgeschwindigkeit die „Regensorte“. Letztere wird nicht durch die Höhe beeinflusst, aus der der Regen fällt, sondern durch die Größe und Schwere der Tropfen. Die Hauptregenarten sind Nieseln, Dauerregen und Schauer.


  • Sowohl die Anzahl der Tage mit starken Niederschlägen als auch die Niederschlagsintensität hat innerhalb der letzten vierzig Jahre in Deutschland stark zugenommen. Besonders im Winterhalbjahr konzentriert sich immer mehr Regen auf immer weniger Tage.


  • Sowohl die atmosphärische Zirkulation, die Verteilung von Landmassen und Ozeanen sowie die Einstrahlungsenergie der Sonne und die damit verbundene Verdunstung nehmen Einfluss auf die Niederschläge. Daher sind sie auf der Erde ungleich verteilt.


  • Zwei von drei Bauernregeln haben einen meteorologisch wahren Kern und sind daher besser als ihr Ruf. Zum Vergleich: die kurzfristige Wettervorhersage hat eine Trefferquote von 90 Prozent.


  • Um die regionale Verteilung des Regens erfassen zu können gibt es allein in Deutschland mehr als 5.000 Messstationen. Und via Satellit kann die Entwicklung der Regenwolken sogar direkt aus dem All beobachtet werden.

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