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Sonntag, 12.02.2012
Hurrikans als Wohltäter?
Die Natur weiß sich zu helfen...

Doch der Durchzug eines Hurrikans hat trotz all seiner Zerstörungskraft auch positive Seiten. Fauna und Flora erholen sich unglaublich schnell von der Katastrophe und nach nur zwei Monaten ist häufig alles wieder grün und die Spuren der Verwüstung sind kaum mehr sichtbar. In Hurrikan gefährdeten Gebieten ist die Tier- und Pflanzenwelt oft besonders vielfältig, denn der unberechenbare Wandel der Umweltbedingungen erfordert eine permanente Anpassung an neue Umweltbedingungen und schafft damit Nischen für neue Arten und Unterarten.

Neue Lebensräume entstehen, alte werden wieder hergestellt. Die durch die Sturmflut weggerissenen Sandmassen werden an anderer Stelle wieder an den Strand geworfen. Hier vergrößern und erhöhen tausende von Tonnen Sand Inseln und Küstenlinien und bieten den tierischen Küstenbewohnern beim nächsten Hurrikan vielleicht mehr Sicherheit...

Hurrikans sind Teil eines natürlichen Zyklus und bewirken - ähnlich wie Waldbrände - einen Reinigungsprozess in der Natur. So haben Forscher des Virginia Institute of Marine Science festgestellt, dass in Folge des Hurrikans Isabel (September 2003) eine signifikante Zunahme von Wirbellosen an den Küstenflächen stattgefunden hat. Auch einige Fischpopulationen sind nach dem Hurrikan extrem angewachsen. Fischer berichteten von zehnmal größeren Fangquoten als durchschnittlich.

Mit Hilfe von Satellitendaten entdeckten US-Wissenschaftler außerdem, dass durch die enormen Wasser-Umwälzungen infolge eines Hurrikans, vermehrt Nährstoffe an die Meeresoberfläche gebracht werden. Je stärker, größer und schneller ein Wirbelsturm ist, desto mehr mikroskopisch kleines Phytoplankton kann gedeihen – und damit die weiteren Glieder der marinen Nahrungskette.

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