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Sonntag, 12.02.2012
...und die Lösung?
Konjunktion, Komet oder Supernova?

Komet 
Komet
© NASA
Erklärungsversuche gibt es mindestens ebenso viele, wie es Indizien gibt. Edmond Halley, der Entdecker des gleichnamigen Kometen, vermutete beispielsweise, dass der Stern von Bethlehem ein Komet gewesen sei. Aufzeichnungen von chinesischen Astronomen scheinen das zu bestätigen, haben aber einen entscheidenden Schönheitsfehler: Der fragliche Komet wurde im Jahr 12 vor unserer Zeit beobachtet, liegt also einige Jahre vor dem wahrscheinlichsten Geburtstermin.

Ein anderer Kandidat für die Rolle des "Weihnachtssterns" ist eine Supernova - die gleißendhelle Explosion eines Sterns. Allerdings hat man bisher keine Hinweise darauf gefunden, dass zu der fraglichen Zeit eine solche Sternenexplosion tatsächlich stattgefunden hat.

 Saturn
Saturn
© NASA
Die Mehrheit der Astronomen favorisiert jedoch eine andere Erklärung: eine Dreier-Konjunktion der beiden Planeten Jupiter und Saturn. Dabei kommen sich die beiden Planeten nicht nur einmal, sondern dreimal kurz hintereinander so nahe, dass sie für einen Beobachter zu einem hellen Lichtpunkt zu verschmelzen scheinen. Eine solche "Dreierbegegnung" ist extrem selten, zwischen der letzten im Jahr 1981 und der nächsten 2238 liegen immerhin knapp 250 Jahre. Gestützt wird diese Theorie durch eine sensationelle archäologische Entdeckung: Auf einer in Babylon ausgegrabenen Tontafel entdeckten Forscher eine in Keilschrift festgehaltene Vorausberechnung babylonischer Astronomen für genau diese Dreifach-Konjunktion.

Schicksalhafte Bedeutung?
 Jupiter
Jupiter
© NASA
Und noch ein weiterer Faktor könnte diese Lösungsvariante wahrscheinlich machen: Für die Astronomen der damaligen Zeit war nicht nur die Erscheinung selbst wichtig, sondern vor allem auch seine schicksalhafte Bedeutung. Im Himmel und seinen Phänomenen sahen sie ein Abbild und Vorbild des irdischen Geschehens. Und passenderweise stand ausgerechnet der Jupiter für Marduk, den höchsten Gott Babyloniens, und der Saturn für Kajmanu, den König Israels.

Was lag daher für die Babylonier näher, als in einer Konjunktion der beiden eine Aufforderung zu einem Besuch bei einem "neuen König Israels" zu sehen? Wenn das Szenario stimmt - und es die "drei Weisen überhaupt gab - könnten sie bei der ersten Konjunktion ihren König informiert haben, mit der Zweiten aufgebrochen sein und rechtzeitig zur dritten am 12. November des siebten Jahres Bethlehem erreicht haben...

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