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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Schon seit Jahrtausenden gehört Salz zu den begehrtesten und beliebtesten Rohstoffen auf der Erde. Während die Menschen früher in erster Linie ihre Speisen damit würzten oder Lebensmittel haltbar machten, wird es heute in Industrie und Gewerbe zu mehr als 10.000 Produkten verarbeitet.


  • Das Kochsalz oder Natriumchlorid besteht aus elektrisch geladenen Teilchen, die man nach dem griechischen Wort für "Wandern" auch Ionen nennt.


  • Diese Ionen sind unterschiedlich geladen, das Chlor negativ (Cl-) und das Natrium positiv (Na+). Sie ziehen sich deshalb nach den Gesetzen der Elektrostatik gegenseitig an bilden dabei stabile Ionengitter, das uns bekannte feste Kochsalz.


  • In den letzten Jahrzehnten ist das Salz bei manchen Mediziner und Ernährungswissenschaftlern in Verruf geraten. Ihrer Meinung nach ist der hohe Kochsalzkonsum (durchschnittlich acht Gramm pro Person und Tag) unter anderem für Bluthochdruckerkrankungen verantwortlich.


  • Kritiker halten die deshalb geforderte allgemeine Salzdiät für übertrieben, zumal die im Tierversuch gewonnenen Erkenntnisse der Salzgegner beim Menschen nicht sicher belegt sind.


  • Alle Salzvorkommen auf der Erde stammen letztlich aus dem Meer. Sie sind zum Teil mehrere Hundert Millionen Jahre alt und beim Austrocknen von ehemaligen Ozeanen in den verschiedenen Epochen der Erdgeschichte entstanden.


  • Da die Menschen früher fast ausschließlich auf Meeressalz angewiesen waren, entwickelten sich schon in vorchristlicher Zeit feste Handelsrouten, die sogenannten Salzstraßen, auf denen der begehrte Rohstoff ins Landesinnere transportiert wurde.


  • Später nutzte man auch salzhaltige Quellen (Sole) und die unterirdischen Steinsalzlager zur Salzgewinnung.


  • Heute werden weltweit rund 200 Millionen Tonnen Salz pro Jahr produziert und verarbeitet. Wasch- und Reinigungsmittel, Farbstoffe, PVC und Kunststoffe, Seife oder Cellulose - alle diese alltäglichen Gebrauchsgegenstände sind ohne den Rohstoff Salz undenkbar.

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