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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Der Yellowstone Nationalpark ist der älteste Nationalpark der Welt und einer der größten der USA. Er wurde 1872 mitten in den Rocky Mountains gegründet und zieht mittlerweile jährlich drei Millionen Besucher an.

  • Geysire, heiße Quellen, Schlammlöcher und Fumarolen bilden zusammen die postvulkanischen, thermalen Erscheinungen, die den Yellowstone Nationalpark weltberühmt gemacht haben. Die Wärmeerzeugung dieser Phänomene beträgt insgesamt 5.500 Megawatt, also mehr als ein großes Kernkraftwerk produziert.

  • Supervulkane gehören zu den zerstörerischsten Naturphänomenen der Welt. Sie sind nicht vergleichbar mit den normalen Vulkanen, deren Ausbrüche die Menschheit bisher erlebt hat.

  • Bei seinem letzten Ausbruch vor 630.000 Jahren beförderte der Vulkan unter dem Yellowstone Park 983 Kubikkilometer vulkanisches Material an die Oberfläche. Mit dieser Lavamenge könnte man die gesamten Vereinigten Staaten mit einer 13 Zentimeter dicken Schicht bedecken.

  • Jährlich brechen etwa 50 gewöhnliche Vulkane weltweit aus, aber nur wenige Ausbrüche haben weltumspannende Folgen. 1991, als der Pinatubo auf den Philippinen ausbrach, registrierten die Klimaforscher einen globalen Temperaturrückgang um 0,5 Grad Celsius.

  • Bei einem Vulkanausbruch werden Asche und Schwefelgase - die in der Luft mit Wasserdampf Schwefelsäure-Aerosole bilden - bis in die Stratosphäre geschleudert. Dieser Ascheschleier kann sich über den gesamten Erdball verteilen und so das globale Klima beeinflussen.

  • Über den gesamten Park sind seismographische Stationen verteilt, die jede noch so kleine Erschütterung registrieren. Die Aufzeichnungen der Messungen enthüllen, dass sich jedes Jahr Hunderte von Erdstößen unter dem Yellowstone Park ereignen. Sie sind ein untrügliches Zeichen dafür,dass der Untergrund äußerst aktiv ist und es unter der Oberfläche brodelt.

  • Von 1923 bis 1985 stieg die Bodenhöhe des Yellowstone-Parks um 74 Zentimeter an, dann senkte sie sich bis 1995 etwas ab und seitdem wölbt der Boden sich wieder auf. Die Ursache für diese Bewegungen kann nur eine riesige unterirdische Magmakammer sein, die sehr aktiv ist.

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