Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Sonntag, 12.02.2012
Idylle in den Rocky Mountains
Der Yellowstone Nationalpark

Er ist der älteste Nationalpark der Welt und einer der größten der USA: der Yellowstone Nationalpark. Idyllisch auf einem Hochplateau der Rocky Mountains im US-Bundesstaat Wyoming gelegen, zieht er jährlich drei Millionen Besucher an.

Schon 1872 erkannte die Regierung, dass diese einzigartige Landschaft absolut schützenswert ist. Üppige Nadelwälder, viele kleine Seen und der für die Höhenlage von 2100 bis 2500 Metern erstaunlich große Yellowstone Lake bieten eine einzigartige Kulisse. Forellenreiche Bäche durchfließen Hochebenen, weite Täler und tiefe Canyons.

Im Yellowstone Nationalpark treffen die Besucher eine erstaunlich vielfältige Tierwelt an. In diesem Naturreservat können Bisons, Elche, Wapitis, Gabelböcke, Dickhornschafe, Grizzly- und Schwarzbären, Kojoten, Pumas und Luchse in natürlicher Umgebung und einigermaßen geschützt vor menschlichen Eingriffen leben. Auch Großvogelarten wie Weißkopfseeadler und Kanadakranich bietet der Park Lebensraum. Alle Arten brüten hier und einige überwintern sogar im Reservat.

Ursprünglich war das Parkgebiet größtenteils von Nadelwald bedeckt. Der Wald stand so dicht, dass sich die Bäume schon gegenseitig am Wachsen hinderten. Zudem war der Wald stark überaltert und durch einige niederschlagsarme Jahre ausgetrocknet. 1988 vernichteten außer Kontrolle geratene Waldbrände fast ein Drittel des Parkwaldes. Durch diese Brände veränderte sich das Erscheinungsbild des Parks. Da, wo die Flammen wüteten, wächst heute kräftiger, gesunder Wald nach. Wegen der Höhenlage des Nationalparks und der kalten, schneereichen Winter dürfte es allerdings noch ungefähr 50 Jahre dauern, bis das Reservat wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurück erhalten hat.

Die größte Attraktion des Yellowstone Parkes aber sind die thermalen Erscheinungen. Unzählige Geysire, heiße Quellen, Fumarolen (das sind Öffnungen, aus denen vulkanische Gase hervortreten) und brodelnde Schlammlöcher in einer weltweit einzigartigen Konzentration machen das Gebiet zu einem besonderen Naturschauspiel. Denn so idyllisch der Park wirkt, er birgt ein dunkles Geheimnis. Unter ihm befindet sich eine riesige Magmakammer, die für die thermalen Erscheinungen verantwortlich ist. Das Naturreservat liegt auf dem Gebiet eines ehemaligen Supervulkans, der bisher in der Erdgeschichte regelmäßig ausgebrochen ist und dessen nächster Ausbruch überfällig ist.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Yellowstone
Brodelnde Gefahr unter dem Park
Idylle in den Rocky Mountains
Der Yellowstone Nationalpark
Dampfkochtöpfe mit brüchigem Deckel
Die Supervulkane
Höllenregen aus Lava und Asche
Der Ausbruch eines Supervulkans
Vulkanischer Winter und Massensterben
Die globalen Folgen des Supervulkan-Ausbruchs
Die Katastrophe kommt alle 600.000 Jahre
Der Vulkan unter dem Park
Erdbeben und Eruptionen
Die vulkanische Geschichte des Yellowstone Parks
Wann ist es soweit?
GPS-Messungen im Park
Wildströmende Dampffontänen
Geysire im Yellowstone Nationalpark
Brodelnder Schlamm und schwefelspeiende Löcher
Heiße Quellen und Fumarolen
und mehr...
Zum Weiterlesen...
Links und Literatur zum Thema
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Lake Wostok
Aktuelle Dossiers
Wie eine lebende Haut
Neue Korrosionsschutzschichten sollen Defekte selbstständig heilen
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts