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Montag, 13.02.2012
...und in der Luft
Atmosphären- und Klimaforschung als Teil der Geowissenschaften

Simulation am Computer 
Simulation am Computer
© NASA
Wer glaubt, die Geowissenschaften drehen sich um alles, was in und auf der Erde stattfindet, hat recht. Aber nicht nur: Auch "Geos" heben manchmal ab. Dann nämlich, wenn es um den luftigen Teil unseres Planeten geht - die Atmosphäre. Auch sie gehört - wie Meere und Landflächen - zum System Erde und bildet daher einen Schwerpunkt in den Geowissenschaften.

Im Gegensatz zu vielen anderen geowissenschaftlichen Disziplinen brauchen sich Klimaforscher und Meteorologen jedoch über mangelnde Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nicht zu beklagen. Im Gegenteil: Spätestens wenn ‚Deutschland wieder einmal unter einem "Jahrhundertsommer" schwitzt oder ein Wintersturm wie "Lothar" im Dezember 1999 ganze Landstriche entwaldet, sind Klimaforscher gefragte Leute: Die Medien, allen voran das Fernsehen, brauchen dann griffige Erklärungen und Antworten auf die Frage, ob das denn nun schon der prophezeite Klimawandel sei?

Doch in der Regel sind gerade solche Antworten leider nicht ganz so leicht zu finden. Gemessen und beschrieben wird das Klima zwar über konkrete Einzelgrößen wie Temperaturen, Niederschläge, Bewölkung, Wind und Luftdruck. Aber Klima umfasst eben doch weitaus mehr als nur die Summe dieser Werte auf eine bestimmte Zeit bezogen. Es ist ein Teil der vernetzten Kreisläufe des Systems Erde und damit sehr komplex. Es steht in Verbindung mit Luft, Ozeanen, Eisflächen und den Prozessen der Ökosysteme, wird aber auch von physikalisch-astronomischen Faktoren, wie Sonneneinstrahlung und Erdmagnetismus beeinflusst.

Gerade dieses System von Rückkopplungen macht es Klimatologen extrem schwer, Voraussagen über mögliche Veränderungen des Klimas zu treffen. Um aus den schier endlos erscheinenden Reihen von Klimadaten aus Vergangenheit und Gegenwart eine schlüssige Prognose, oder einfach nur eine Erklärung für gegenwärtige Klimaphänomene herauszulesen, brauchen Klimaforscher daher viel Geduld und Rechenpower.

Nur die leistungsfähigsten Supercomputer sind überhaupt dazu in der Lage, die komplizierten Wechselwirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren zu analysieren und in visuell erfassbare Modelle zu übertragen. Und selbst dann kann schon die Veränderung eines winzigen Parameters oder Einzelwertes in den Tausenden von Ausgangsdaten das Ergebnis vollkommen verändern oder gar verfälschen...

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