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1. Identifikation:
Wie potent eine Zelle wirklich ist, sieht man ihr nicht an, es kann nur an ihrem Verhalten abgelesen werden. Bisher gibt es zwei Testmöglichkeiten:
1. Injektion in eine tierische Gewebekultur – formt sich ein Tumor aus Zelltypen aller drei embryonischen Zellschichten (Ektoderm, Mesoderm, Endoderm), ist die Zelle pluripotent.
2. Markierung der Zelle und Injektion in einen sich entwickelnden tierischen Embryo. Tauchen später markierte Zellen in allen Gewebetypen auf, darunter auch Vorläuferzellen der Spermien und Eizellen, war die Zelle ebenfalls pluripotent.
Beide Verfahren kommen aus ethischen Gründen nicht für menschliche potenzielle Stammzellen in Frage, da dabei tierische mit menschlichen Zellen vermischt werden. Gebraucht werden daher verlässliche Kennzeichen, beispielsweise anhand der Genexpression, mit denen die Potenz festgestellt werden kann. Antikörper?
2. Anpassung an Patienten:
Um eine Abstoßung zu vermeiden, müssen bestimmte Oberflächenmerkmale der Stammzellen mit denen des Patientens übereinstimmen. Erreicht werden kann dies durch die Herstellung von Stammzellen mittels Kerntransfer oder Fusion, hier besteht aber noch Forschungsbedarf.
3. Funktionstest:
Hat man ausreichend potente Stammzellen gewonnen, müssen diese in den gewünschten Zelltyp differenzieren. Der aus ihnen gezüchtete Zelltyp muss dann aber vor allem korrekt funktionieren: So erzeugten Forscher 2001 vermeintlich erfolgreich Insulin produzierende Inselzellen, die aber, wie sich später herausstellte, gar kein Insulin erzeugen konnten. Hier müssen noch bessere Funktionstests entwickelt werden.
4. Verabreichung:
Werden Stammzellen einfach in die Nähe des gewünschten Einsatzortes im Körper gespritzt, können sie sich an falscher Stelle ansiedeln oder Tumore auslösen. Methoden, um gezielt bestimmte Vorläuferzellen zu erzeugen oder die Stammzellen an ihren Einsatzort zu lotsen, damit sie funktionell in das Gewebe integrieren können, müssen noch entwickelt werden.
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