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Sonntag, 12.02.2012
Gefährlichste Naturkatastrophe der Welt?
Manndränke, Blanker Hans und Klimaveränderung

Tobende Wellen 
Tobende Wellen
© NOAA
40 Prozent aller Menschen auf der Erde leben heute in den meist fruchtbaren und reichen Küstengebieten, im Jahr 2030 werden es sogar zwei Drittel der Weltbevölkerung sein. Doch diese Konzentration der Bevölkerung in Küstennähe ist nicht ungefährlich. Sturmfluten bedrohen viele Regionen weltweit und führen immer wieder zu gigantische Katastrophen. Allein 140.000 Menschen starben beispielsweise in Bangladesch bei der Sturmflut von 1991. Aber nicht nur in den Entwicklungsländern fordern das Meer seine Opfer, auch in Europa haben Deichbrüche und Überschwemmungen an Nord- und Ostsee immer wieder für große Schäden gesorgt.

Bei der schweren Sturmflut im Jahr 1362, der sogenannten "Großen Manndränke" kamen 100.000 Menschen ums Leben. Die Sturmflut von 1953, die erstaunlicherweise die deutsche Nordseeküste fast völlig verschonte, sorgte in den Niederlanden knapp 600 Jahre später für mehr als 1.800 Todesopfer. Der Grund: Ein großer Teil des Staatsgebietes liegt unterhalb des Meeresspiegels und war damals durch Deiche und andere Maßnahmen nur halbherzig geschützt. 1962 war es wieder der "Blanke Hans", die tobende Nordsee, die allein in Hamburg 317 Menschenleben forderte, der Sachschaden lag damals bei einer Milliarde Euro.

Auch heute ist die Gefahr für die Küstenbewohner noch nicht gebannt. Trotz stark verbesserter Vorhersage- und Schutzmöglichkeiten zählen Sturmfluten immer noch zu den gefährlichsten Naturkatastrophen der Welt. Selbst modernste Hightechbauwerke, wie Deiche, Sperrwerke oder Barrieren, bieten keine endgültige Sicherheit gegen das tobende Meer.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler überall auf der Welt zudem immer mehr Sturmfluten registriert. Und durch die sich abzeichnende Klimaänderung steigt in Zukunft das Risiko für starke Stürme und damit auch für Sturmfluten noch weiter an. Der sich bereits abzeichnende Meeresspiegelanstieg könnte die Situation zusätzlich verschärfen: Gerade Länder mit niedriger Küstenlinie wie die Niederlande und Bangladesch wären noch stärker gefährdet als ohnehin schon.

Wie aber entstehen Sturmfluten? Welche Folgen können sie haben? Wie kann man sich vor Flutkatastrophen schützen? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie auf den folgenden Seiten?

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