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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Der Treibhauseffekt entsteht durch Gase wie Wasserdampf, Kohlendioxid oder Methan in der Atmosphäre. Sie lassen einfallende Sonnenstrahlen zwar durch, absorbieren aber die von der Erdoberfläche abgestrahlte Wärmestrahlung. Dadurch heizt sich die Atmosphäre auf.


  • Der Treibhauseffekt weder "böse" noch rein menschengemacht. Im Gegenteil: Ohne diesen natürlichen Effekt wäre es auf der Erde 30 Grad kälter - eisige Minus 15 Grad Celsius herrschten.


  • Das wichtigste Treibhausgas ist nicht CO2 sondern Wasserdampf. Zwei Drittel des Treibhauseffekts gehen auf sein Konto, ebenso die Hälfte des Temperaturanstiegs in den letzten 100 Jahren. Allerdings können wir seine Konzentration - im Gegensatz zum CO2 - nicht direkt beeinflussen. Über eine positive Rückkopplung wirkt der Wasserdampf jedoch als Verstärker: Wird es durch steigende CO2-Konzentrationen wärmer, steigt auch der Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre und damit die Temerpatur.


  • Im Gegensatz zum globalen Erwärmungstrend könnte Europa eine regionale Abkühlung bevorstehen. Der Grund: Der Nordatlantikstrom - ein Ausläufer des Golfstroms wirkt als "Fernheizung Europas", ohne ihn lägen die Temperaturen um bis zu zehn Grad niedriger. Süßwassereinträge durch stärker schmelzendes Grönlandeis und vermehrte Niederschläge könnte den Nordatlantikstrom schwächen und vielleicht zum Erliegen bringen. Erste Hinweise auf eine solche Entwicklung gibt es bereits.


  • Nach Berechnungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die auf unterschiedlichen Klimamodellen beruhen, soll die globale Temperatur bis 2100 um 1,4 bis 5,8 Grad ansteigen. Bereits jetzt wurde ein Anstieg um 0,4 bis 0,8 Grad Celsius seit 1860 registriert.


  • Mit der globalen Erwärmung wird auch der Meeresspiegel ansteigen. Hautpursache ist jedoch nicht das Schmelzen des arktischen Meereises, sondern die durch den Temperaturanstieg ausgelöste thermische Ausdehnung des Wassers. Auch das Abtauen der Eismassen Grönlands oder der Antarktis spielt eine Rolle. Die IPCC prognostiziert bis 2100 einen Anstieg von neun bis 88 Zentimetern.


  • Nach Ansicht einiger Forscher könnte als Folge des Klimawandels auch die Anzahl und Schwere der Stürme in einigen Regionen zunehmen. Im Nordatlatikbereich ist es bereits in den letzten Jahrzehnten deutlich stürmischer geworden - ob dies noch im Rahmen natürlicher Schwankungen liegt, ist aber bisher unklar.

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