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Montag, 21.05.2012
Die Augen des Phoenix
Optische Werkzeuge und Kameras

 Kommt doch nicht zum EInsatz: die MARDI-Kamera
Kommt doch nicht zum EInsatz: die MARDI-Kamera
© NASA /JPL  Kommt doch nicht zum EInsatz: die MARDI-Kamera
Mars Descent Imager (MARDI)
Diese Kamera sollte ursprünglich den Landeanflug des Phoenix aufnehmen und dabei vor allem Nahaufnahmen des Landgebiets liefern. Doch kurz vor dem Start des Landers stellte die NASA ein potenzielles Problem bei Verarbeitung der Kameradaten fest und entschied sich, die Kamera nicht zu nutzen.

Surface Stereo Imager (SSI)
Wie schon bei anderen erfolgreichen Marsmissionen ist die hochauflösende Stereokamera das Herzstück der Augen des Phoenix. Aus ihrer Position auf einem Mast zwei Meter über dem Boden liefern die beiden kombinierten optischen Linsensysteme dreidimensionale Ansichten der arktischen Landschaft. Die Kamera kommt der Auflösung des menschlichen Auges nahe, übertrifft dieses jedoch dadurch, dass insgesamt zwölf verschiedene Wellenlängen des Lichts gezielt einzeln oder kombiniert abgebildet werden können.

Das wichtigste Auge des Phoenix: SSI 
Das wichtigste Auge des Phoenix: SSI
© NASA / JPL  Das wichtigste Auge des Phoenix: SSI
Damit wird die Kamera nicht nur wertvolle Informationen über die Oberflächenbeschaffenheit der Permafrostregion liefern, sondern kann auch, wenn sie in die Höhe blickt, Daten über die optischen Eigenschaften der Marsatmosphäre sammeln. Dazu gehören beispielsweise die Staubmenge und die Dichte von Aerosolen und Wasserdampf.

Als weitere Funktion kontrolliert der Surface Imager auch die Staubmenge, die sich nach der Landung auf dem Phoenix Lander selbst absetzt. Da eine dichte Staubschicht auf den Sonnensegeln die Energieversorgung der Sonde einschränkt, sind solche Informationen wichtig auch für nachfolgende Missionen.

Die Armkamera
Direkt über der Schaufel des Roboterarms sitzt eine weitere Kamera, die farbige Nahaufnahmen der Marsoberfläche, der entnommenen Proben, aber auch der Schichtungen und Strukturen des Untergrunds an den Seitenwänden des Probengrabens liefern soll.

 Phoenix mit aktiviertem LIDAR-Strahl (grün)
Phoenix mit aktiviertem LIDAR-Strahl (grün)
© NASA /JPL  Phoenix mit aktiviertem LIDAR-Strahl (grün)
Meteorologische Station (MET) mit LIDAR
Streng genommen nicht zu den „Augen”, sondern eher zu den wissenschaftlichen Instrumenten gehört die Wetterstation des Phoenix Lander. Allerdings enthält sie neben den klassischen Temperatur- und Drucksensoren auch ein optisches Werkzeug, das LIDAR Instrument. Dieses sendet einen starken Laserstrahl nach oben in die Marsatmophäre, wo er von den Schwebeteilchen und Molekülen der Luft gestreut und reflektiert wird. Aus der Art und dem Ausmaß dieser Reflexion und der Zeit, die das Licht für seine Rückkehr braucht, können die Wissenschaftler der Mission Größe, Dichte und Verteilung der atmosphärischen Partikel ermitteln. Aus diesen Daten wiederum lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die klimatischen Prozesse in der polaren Atmosphäre ziehen.

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