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Montag, 21.05.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Umweltgifte stammen aus Abwässern und Abgasen von Industrie und Verkehr, aus landwirtschaftlichen Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern oder aus der Verklappung von Giftmüll.


  • Durch Windzirkulation und Wasserkreislauf werden sie über große Entfernungen transportiert und reichern sich in Natur und Nahrungskette an. Über diesen "Giftkreislauf" ist der Mensch beträchtlichen Mengen an Schadstoffen ausgesetzt.
    Im Mai 2001 unterzeichneten 100 Staaten im Rahmen der Stockholmer "POP-Konvention" ein weltweites Verbot von zwölf besonders giftigen und in der Natur schwer abbaubaren Chemikalien. Deutschland hat als einer der ersten Staaten die Konvention im Mai 2002 ratifiziert.


  • Der Mensch kommt im Alltag mit Zehntausenden von Chemikalien in Kontakt. Nicht nur in Nahrungsmitteln sind chemische Zusätze wie Farb- und Konservierungsstoffe enthalten, auch Kleidung, Kosmetika, Waschmitteln kommen nicht ohne synthetische Zusätze aus.


  • Rund 80.000 Chemikalien sind mittlerweile weltweit in Gebrauch. Jedes Jahr kommen etwa 1.500 Neue hinzu. Von den wenigsten sind die Auswirkungen auf Umwelt und Mensch bekannt. Die Chemische Industrie bringt aber immer noch Produkte mit anerkanntermaßen schädlich wirkenden Substanzen auf den Markt.


  • Neben Umweltgiften und dem Zahnfüllstoff Amalgam machen Umweltmediziner die zunehmende Chemikalisierung aller Lebensbereiche für die steigende Zahl umweltbedingter Erkrankungen verantwortlich. Jeder dritte Deutsche leidet mittlerweile an Allergien.


  • Neben dem Anstieg von Allergien beschäftigt das so genannte "Chemikaliensyndrom" die Mediziner. Darunter fallen vor allem die "Multiple Chemikalienunverträglichkeit" (MCS), das "Chronische Müdigkeitssyndrom" (CFS) und das "Sick-Building-Syndrom" (SBS).


  • Bei einer MCS-Erkrankung bildet der Betroffene eine generelle Überempfindlichkeit gegen alltäglich vorkommende Chemikalien aus, die bereits in geringsten Konzentrationen zu Reaktionen führen können. Die Symptome äußern sich von Kopfschmerzen und Übelkeit bis zu Schockzuständen mit Atemnot und Nierenversagen.


  • Auch der seit langem umstrittene Zahnfüllstoff Amalgam steht in Verdacht, schwere Gesundheitsstörungen auszulösen. Zu dieser Erkenntnis gelangten eine Reihe von Studien und Gutachten, deren Ergebnisse von vielen Medizinern, Gesundheitsbehörden und den Krankenkassen jedoch nicht anerkannt werden.


  • Der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen den Krankheitssymptomen der Betroffenen und Umweltgiften ist in der Regel schwer zu erbringen. Die gängigen Diagnosemethoden der Schulmedizin liefern in den seltensten Fällen einen körperlichen oder laborchemisch auffälligen Befund. Schulmediziner diagnostizieren daher bei den meisten Betroffenen eine psychische Erkrankung.

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