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Montag, 13.02.2012
Funkchips machen Etiketten schlau
Radio Frequency Identification als Zukunftstrend

Fiep! Einmal kurz die Chipkarte vor die digitale Stechuhr gehalten und schon ist erfasst, wann man zur Arbeit kommt, Mittagspause oder Feierabend macht. Auch beim Bezahlen im Fussball-Stadion oder in der Kantine kommt immer öfter eine Plastikkarte mit RFID-Technologie zum Einsatz. Einfach die Karte vor das Lesegerät halten und dann werden die Kosten für Getränke, das belegte Brötchen oder das Mittagessen abgebucht.

RFID-Chip aus einem Etikett 
RFID-Chip aus einem Etikett
© GFDL  RFID-Chip aus einem Etikett
RFID ist die Abkürzung für „Radio Frequency Identification“, die Erkennung per Funk. Das Prinzip ist einfach: Man stattet ein Objekt mit einem Funkchip aus, der eine Identifikationsnummer und je nach Bedarf noch weitere Informationen wie Herstellungsdatum oder Preis eines Produkts gespeichert hat. Ein Lesegerät empfängt dann berührungslos die gefunkte Botschaft des Chips. Im Gegensatz zum Barcode ist kein “Sichtkontakt” zwischen Scanner und Code erforderlich. Weiterer Vorteil: Die RFID-Chips können auch im Pulk ausgelesen werden. So vereinfachen die smarten Labels die Identifikation, Zugangskontrolle, Logistik und Sicherheitsüberwachung.

Werden die Objekte zusätzlich mit sensorischen Fähigkeiten und Lokalisierungsoptionen ausgestattet, sind auch autonome, quasi-intelligente Anwendungen möglich. Sie ermöglichen beispielsweise dann eine vernetzte Objekt-zu-Objekt-Kommunikation und machen Gegenstände damit zu smarten, interagierenden Objekten.

Die Technologie ist gefragt. Der weltweite Markt für RFID ist zwischen 2007 und 2008 von 4,9 auf 5,3 Milliarden US-Dollar angewachsen. Für das Jahr 2009 erwarten die Experten des amerikanischen Marktforschungsunternehmens ABI Research einen weltweiten Gesamtumsatz mit RFID-Equipment von mehr als 5,6 Milliarden US-Dollar. Trotz der Wirtschaftskrise soll der Umsatz im kommenden Jahr um elf Prozent steigen. „Transponder, Software, Lesestationen und Dienstleistungen verzeichnen ein gesundes Wachstum“, urteilt Michael Liard vom ABI Research.

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