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Sonntag, 12.02.2012
Eine Seuche breitet sich aus...
Die Chronik der Ereignisse

1981
Ärzte in den USA werden auf eine Reihe von ungewöhnlichen Infektionen bei homosexuellen Männern in San Francisco, New York und anderen Großstädten aufmerksam. Obwohl diese Infektionen, darunter auch die Pneumocystis-Lungenentzündung und das Karposi-Sarkom, vorher extrem selten waren und wenn überhaupt dann nur bei extrem immungeschwächten Menschen auftraten, beginnen sich die Fälle zu häufen. Zusätzlich fielen bei vielen scheinbar gesunden Schwulen dauerhaft geschwollene Lymphdrüsen auf.

Ende 1981
Allmählich beginnen die Mediziner, die Häufung so vieler seltener Infektionen mit einer Erkrankung des Immunsystems in Verbindung zu bringen. Bei allen Erkrankten scheint ein dramatischer Mangel an T-Helferzellen und T-Killerzellen vorzuliegen.

1982
Das amerikanische Centers of Disease Control (CDC) erklärt die rätselhafte Immunschwäche offiziell zu einer Epidemie und tauft sie "Acquired Immune Deficiency Syndrome" (Aids). Die Anzahl der Menschen mit Aids scheint sich alle sechs Monate zu verdoppeln, inzwischen werden Fälle aus allen Gebieten der USA bekannt. Auf der Suche nach möglichen Erklärungen kursieren zwei Theorien, die entweder eine Immunüberlastung durch multiple Faktoren oder aber einen einzelnen Faktor als Auslöser der Epidemie sehen.

1983
Am französischen Institut Pasteur identifiziert Luc Montagnier als erster ein Virus als Verursacher von Aids. Er tauft es LAV (Lymphadenopathy-Associated Virus). Schon vor dieser Entdeckung hatte man aus der Tatsache, das die meisten Erkrankten viele wechselnde Sexualpartner hatten, geschlossen, dass die Seuche auf sexuellem Wege übertragen werden müsse.

1984
Nur wenig später verkündet auch der amerikanische Aidsforscher Robert Gallo, er habe das Aidsvirus entdeckt und nennt es seinerseits HTLV-III (Human T-cell Lymphotropic Virus Type III). Im gleichen Jahr wird auch der erste Test auf Antikörper gegen das Virus entwickelt und eingesetzt. Es zeigt sich, dass die an Aids-Erkrankten nur einen Bruchteil der insgesamt vom Virus Infizierten ausmachen. Es wird klar, dass die Latenzphase zwischen Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome extrem lang ist.

1986
Eine neue Variante des nun allgemein als HIV (Human Immunodeficiency Virus) bezeichneten Virus wird entdeckt und HIV-2 getauft. Es scheint nicht ganz so virulent zu sein wie der erste Stamm. Forscher halten die Existenz noch weiterer HIV-Stämme für sehr wahrscheinlich.

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