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Sonntag, 12.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wetterextreme häufen sich: Nicht nur die Hitzewellen dieses Sommers oder die "Jahrtausendflut" im letzten Jahr deuten darauf hin, auch die Statistiken der Versicherer zeigen einen Anstieg der wetterbedingten Katastrophen in den letzten Jahren und Jahrzehnten.


  • Diese Häufung der Extreme könnte nach Ansicht von Klimaforschern durch das sich erwärmende globale Klima noch stärker werden. Zwar ist ein ursächlicher Zusammenhang der Wetterereignisse mit dem Klimawandel noch nicht bewiesen, gilt aber als sehr wahrscheinlich.


  • Schon jetzt zeigen Studien, dass die Wiederkehrwahrscheinlichkeiten von "Jahrhundertsommern" oder "-fluten" in einigen Regionen Europas mit dem Anstieg der Durchschnittstemperaturen um 1,6°C, wie für Ende des Jahrhunderts prognostiziert, sich deutlich verkürzen werden.


  • Durch die Klimaerwärmung kann die Luft mehr Wasserdampf speichern, dieses Wasser aber auch sehr plötzlich und geballt wieder als Starkregen abgeben. Als Folge könnten Unwetter mit nachfolgenden Überschwemmungen, aber auch Hitze- und Dürreperioden in Mitteleuropa häufiger werden.


  • Für Deutschland sagen Klimaforscher eine Verschiebung und Intensivierung der bestehenden Klimazonen voraus. Dies würde bedeuten, dass im Norden dann Temperaturen wie im heutigen Südwesten herrschen könnten. Zusätzlich soll der Osten tendenziell trockener, der Westen feuchter werden.


  • Als wichtigste Maßnahme gegen eine weitere Erwärmung des Klimas gelten nach wie vor die internationalen Bemühungen zur Treibhausgasreduktion. Allerdings müssten nach Ansicht von Stefan Rahmstorf die weltweiten Emissionen der Treibhausgase bis Ende des Jahrhunderts sogar um 60 Prozent verringert werden um das Klima zu stabilisieren.


  • Da sich der bestehende Trend zur Erwärmung wahrscheinlich nur bremsen, nicht aber so schnell umkehren lässt, müssen sich Land- und Forstwirtschaft schon jetzt an die Klimaänderungen anpassen. Dazu gehört vor allem Anbau von wärme- und trockenheitstoleranteren Pflanzensorten, von Mischwald statt waldbrandanfälligen Kiefermonokuluren und eine stärkere regionale Differenzierung in der Kulturfolge.

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