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Montag, 13.02.2012
Drei Länder, drei Quellen
Das "geographische" Konfliktpotential im Jordanbecken

Israel und seine NachbarnWasser ist knapp im Nahen Osten. Auch oder gerade im Jordanbecken. Jordanien und Israel gehörten 1995 sogar mit 318 und 389 Kubikmetern Wasser pro Einwohner und Jahr zu den 20 Staaten mit der geringsten Wasserverfügbarkeit auf der ganzen Welt.

Die internationalen Wasservorkommen im Jordan-Einzugsgebiet, das sich Jordanien, Syrien, Libanon, Israels und Palästina teilen, beschränken sich in erster Linie auf den Jordan selber (mit seinem wichtigsten Zufluß Yarmuk) und einige grundwasserleitende Gesteinsschichten, die man Aquifere nennt.

Einzugsgebiet des Jordan 
Einzugsgebiet des Jordan
© CIA World Factbook 1998/Lohmann
Die Quellen des JordanLegt man europäische oder US-amerikanischen Maßstäbe an, ist der Jordan ein kleiner, eher unbedeutender Fluß von nur 93 km Länge mit einem Wasserdurchfluß, der in etwa dem der Spree entspricht. Für die mehr als zehn Millionen Einwohner innerhalb der Region ist er jedoch sowohl Quelle für die Wasserversorgung der Bevölkerung als auch Grundlage für die Bewässerungslandwirtschaft.

Die drei Quellen des Jordan entspringen in unterschiedlichen Staaten, der Hasbani im Südlibanon, der Dan in Israel, und der Banias auf den Golan-Höhen (früheres syrisches Staatsgebiet, heute von Israel besetzt). Eine Situation, die die Wasserfrage im Jordanbecken schon von den geographischen Gegebenheiten her nicht einfach macht.

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