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| Überblick |
| Das Wichtigste in Kürze |
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- Zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt: davon entfallen 94 Prozent auf die Ozeane, vier Prozent auf Grundwasser, 1,7 Prozent auf polare Eismassen und der Rest auf Flüsse, Seen und Wasser in der Atmosphäre.
- Nur ein geringer Teil des Süßwasservorkommens ist für den Menschen zugänglich.
- Der weltweite Wasserverbrauch hat sich zwischen 1940 und 1990 vervierfacht; die Weltbevölkerung hat sich im gleichen Zeitraum verdoppelt.
- Knapp ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in Haushalten, die an Wasser- und Abwasserleitungen angeschlossen sind.
- 1,1 Milliarden Menschen weltweit haben nicht einmal 20 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung.
- Zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser; sie sind auf Flüsse, Seen, Bäche oder Tümpel angewiesen.
- Rund 436 Millionen Menschen leben in Ländern, in denen Wasser bereits knapp ist. Bis zum Jahr 2050 wird voraussichtlich mindestens ein Viertel der Weitbevölkerung mit chronischem oder immer wiederkehrendem Süßwassermangel leben.
- "Wasserarm" ist nach Angaben des Worldwatch-Instituts ein Staat, in dem weniger als 2,74 Liter Wasser pro Person und Tag zur Verfügung stehen.
- Mindestens die Hälfte aller Krankheiten in den Entwicklungsländern sind auf verschmutztes Wasser zurückzuführen, zum Beispiel Durchfall, Cholera, Typhus, Billharziose, Wurmbefall oder Augenkrankheiten.
- Drei bis vier Millionen Kinder sterben jährlich an Durchfallkrankheiten und Infektionen, hervorgerufen durch unsauberes Wasser.
- Während heute der Mittlere Osten und Nordafrika am stärksten von Wasserknappheit betroffen sind, wird in den nächsten 50 Jahren vor allem das südliche Afrika an Wassermangel leiden.
- Einen großen Teil der Wasservorräte müssen sich mehrere Staaten teilen. Mindestens 214 Flüsse sind internationale Gewässer; 60 Prozent der Menschheit lebt in grenzüberschreitenden Flußeinzugsgebieten.
- Wasserrechte werden als politischer Zündstoff immer gefährlicher: Heutige Konflikte betreffen große internationale Ströme und Seen und die ökonomische Nutzung des Wassers.
- Der größte Wasserverbraucher (und Verschwender) ist die Landwirtschaft, die knapp zwei Drittel aller Reserven verbraucht. Durch ineffiziente Bewässerung gehen weltweit rund 60 Prozent (!) des Wassers verloren.
- Zwischen 30 und 40 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel sind von künstlicher Bewässerung abhängig.
- Rund 23 Prozent des weltweit genutzten Wasser werden in der Industrie eingesetzt: als Lösungsmittel, zum Reinigen, Spülen, Heizen und Kühlen.
- Die zunehmende Verschmutzung des Oberflächen- und Grundwassers verschärft die Wasserkrise. Zu den Umweltsündern zählen Düngemittel und Pestizide, tierische und menschliche Exkremente, Salze, die Einleitung ungeklärter Abwässer, Giftmüll, Waschmittelrückstände, belastete Abwässer aus der Straßenreinigung usw.
- In den Metropolen der Entwicklungsländer landen bis zu 90 Prozent der Abfälle "ungeklärt" in Flüssen oder im Grundwasser.
- Zum Überleben braucht der Mensch mindestens zwei bis fünf Liter Wasser pro Tag. Ein europäischer Haushalt verbraucht durchschnittlich 150 Liter Wasser täglich, davon nur drei Liter für Essen und Trinken, den Rest für Haushalt, Garten und Auto, Geschirr, Wäsche und Körperhygiene.
- Zum Vergleich: Ein indischer Haushalt verbraucht im Durchschnitt 25 Liter pro Tag.
- Arme Familien in vielen Großstädten der Entwicklungsländern wenden ein Fünftel ihres Einkommens für den Kauf von Wasser auf.
- Mit 15.000 Kubikmeter Wasser kann man:
- einen Hektar Reisfeld bewässern
- 100 Nomaden und 450 Stück Vieh drei Jahre lang versorgen
- oder 100 ländliche Familien für vier Jahre
- oder 100 städtische Familien für zwei Jahre
- oder 100 Gäste eines Luxushotels für 55 Tage.
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Stand 26.05.1999 |
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