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Montag, 13.02.2012
Maucher-Preis für Methanoxidation und Evolution von Magmen
DFG zeichnet exzellenten Nachwuchs in den Geowissenschaften aus
Dr. Martin Blumenberg von der Universität Hamburg und Dr. David Dolejs von der Universität Bayreuth haben in diesem Jahr den Albert Maucher-Preis für exzellenten Nachwuchs in den Geowissenschaften erhalten. Sie bekamen die Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ihre Untersuchungen zur anaeroben Methanoxidation beziehungsweise die Entwicklung komplexer thermodynamischer Modelle für fluorhaltige Silikatschmelzen.

Erde und Mond
Erde und Mond
© NASA
Die mit je 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in der Regel alle zwei Jahre an junge Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die herausragende Forschungsprojekte durchgeführt haben. Dabei sollen nach dem Willen des Stifters Albert Maucher ausdrücklich auch unkonventionelle Forschungsansätze und -methoden belohnt werden.

Die Preisträger 2007 und ihre Leistungen
Dr. Martin Blumenberg (36), Institut für Biogeo- und Meereschemie der Universität Hamburg
Martin Blumenberg hat auf dem Gebiet der organischen
Dr. Martin Blumenberg
Dr. Martin Blumenberg
© DFG Dr. Martin Blumenberg
Geochemie/Isotopengeochemie die anaerobe Methanoxidation erforscht, die in Sedimenten des Meeres auftritt. Sie wird für etwa 90 Prozent des natürlichen Abbaus des wichtigen Treibhausgases Methan verantwortlich gemacht.

Die von ihm untersuchten geobiologischen und biogeochemischen Aspekte sind nicht nur für die heutige, sondern auch für die frühere Klimaentwicklung der Erde von zentraler Bedeutung. Mit seinen Arbeiten hat Blumenberg die Bedeutung methanotropher Bakterien sichtbar gemacht, so die DFG in ihrer Begründung für die Preisvergabe.

Dr. David Dolejs
Dr. David Dolejs
© DFG Dr. David Dolejs
Dr. David Dolejs (33), Bayerisches Geoinstitut der Universität Bayreuth
David Dolejs dagegen hat auf dem Gebiet der Hochdruckmineralogie nach Ansicht der DFG wertvolle Beiträge zur experimentellen Simulation von geochemischen Zyklen im Inneren unseres Planeten geleistet. Er erforscht unter anderem die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Schmelzen und Fluidphasen in Multiphasensystemen und entwickelte ein thermodynamisches Modell für silikathaltige Schmelzen, das die komplexe Phasenmischung und Schmelzstruktur besser verstehen lässt.

Seine Arbeiten im Grenzgebiet von Materialwissenschaften, Chemie, Ingenieurwesen und Mineralphysik tragen nicht zuletzt zur Erforschung von Erzlagerstätten bei, so das DFG-Urteil.

Link:
Porträts und Lebensläufe der beiden Preisträger sind online abrufbar unter www.dfg.de/aktuelles_presse/ preise/maucher_preis/index.html.
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