Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Montag, 13.02.2012
Terra mineralia – eine mineralogische Reise um die Welt
Bergakademie Freiberg präsentiert weltgrößte private Mineraliensammlung
Egal ob Antimonite aus China, Quarze aus Brasilien oder Calcite aus den USA: Einzigartige Schönheiten aus dem Inneren der Erde und den Tiefen des Alls zeigt seit Ende Oktober 2008 „terra mineralia“, die Ausstellung der weltgrößten privaten Mineraliensammlung in Freiberg. Im Schloss Freudenstein begleiten 5.000 Minerale, Edelsteine und Meteoriten die Besucher auf eine faszinierende „mineralogische Weltreise“. Denn die außergewöhnlichen Exponate auf 1.500 Quadratmetern Fläche stammen von Fundstellen in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika.

Antimonit aus China
Antimonit aus China
© TU Bergakademie Freiberg / Wolfgang Thieme Antimonit aus China
In über 140 Vitrinen bringen die „Macher“ der Ausstellung dabei die Farben- und Formenvielfalt der Minerale mit einer außergewöhnlichen Lichttechnik in nie gekannter Pracht zum Leuchten. Die Ausstellungsstücke der terra mineralia stammen aus der privaten Sammlung der Schweizerin Erika Pohl. Im Jahr 2004 überließ sie ihre Kollektion der Technischen Universität (TU) Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe.

Zauberhafte Edelsteine und seltene Meteoriten
In terra mineralia bietet sich zunächst ein Spaziergang von Fundort zu Fundort durch die vier Kontinentsäle Afrika, Europa, Amerika und Asien an. Den Höhepunkt des Besuchs bildet jedoch im Erdgeschoss die Schatzkammer, die einstige Schlossküche. In ihren Räumen glitzern nicht nur zauberhafte Edelsteine und seltene Meteoriten. Unter einem Renaissancegewölbe entfalten auch die größten und schönsten Stufen der Sammlung ihre große Faszination.

Doch die Freiberger Aussteller wollen nicht nur mit der Ästhetik der Stiftungsbestände beeindrucken. Für interessierte Besucher stehen darüber hinaus Informationen über die Entstehung von Mineralen, ihre Eigenschaften und ihre Verwendung bereit.

Mitmachen erlaubt
Mitmachen erlaubt
© TU Bergakademie Freiberg / Detlev Müller Mitmachen erlaubt
Eigene Funde bestimmen
Bei zusätzlichen Exkursionen durch die Räume können Jung und alt zudem tiefer in die Welt der Minerale eindringen. Und der Clou: In einem Wissenschaftszentrum lassen sich an modernen Forschungsgeräten mitgebrachte eigene Fundsteine bestimmen. Dieser Bereich in der Ausstellung wird künftig auch für die Ausbildung von Mineralogen an der Freiberger Universität genutzt.

Die Ausstellungsstücke wurden in den vergangenen Monaten aus der Schweiz in das Freiberger Schloss transportiert. Sie lagern nun in einem sieben Etagen umfassenden Depot. Dort befindet sich noch ein Vielfaches der ausgestellten Exemplare in modernen Regalen und Schränken. Hier erfolgt auch die wissenschaftliche Arbeit mit der terra mineralia. Eine Datenbank bietet Forschern und Studenten dabei Zugriff auf Proben aus aller Welt, darunter sogar auf nicht mehr zugängliche Fundorte.

Daten und Fakten zur Ausstellung
Die Mineralienausstellung „terra mineralia“ im Schloss Freudenstein ist täglich in der Zeit von 09 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Link:
Weitere Informationen finden Sie unter
www.terra-mineralia.de
Artikel drucken    zum Archiv
Nach verwandten Themen suchen:
Minerale, Mineralien, Meteoriten, Edelsteine, Erde, All, Ausstellung, terra mineralia
Mehr zum Thema im GeoUnion-Newsportal
Blei klebt im Monazit-Kristall (24.06.2008)
Wie bestimmt man Alter und Entwicklungsgeschichte von Granit und Schiefergestein?
Wüstenrosen zum Anfassen (13.06.2007)
Neue Sonderausstellung über Mineralblüten eröffnet
Vulkanschlote im Rheinland erkunden (06.02.2007)
Sonderausstellung: „Das Gute liegt so nah – Vulkanismus im Siebengebirge“
Sternenstaub unterm Mikroskop (23.05.2006)
Mineralogen untersuchen Staubteilchen aus dem Kometen „Wild 2“
Glitzernder Rost der Erde (10.05.2005)
Oxidationsminerale – Schätze des Bodens
Bakterien lassen Minerale wachsen (14.05.2004)
Beeinflussung bei der Mineralienneubildung untersucht
Meteoriten in der Falle (25.07.2008)
Interview mit Georg Delisle von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover
Steine des Himmels (18.07.2008)
Sonderausstellung in der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena
Neues Mineral in Kometenstaub entdeckt (11.07.2008)
Winzige Staubkörnchen enthielten bisher unbekannte Verbindung aus Mangan und Silizium
Marsmeteorit in der Antarktis? (28.02.2006)
Polarflugzeug kehrt aus der Antarktis zurück
Meteoriten auf Wanderschaft (09.08.2005)
Neue Forschungsstelle für Meteoriten gegründet
Suche
Erweiterte Suche
GeoUnion
Logo GeoUnion
Dossiers zum Thema
Diamanten
Hochkarätiges aus dem Bauch der Erde
Bernstein
Fenster zur Vergangenheit
Meteoriten
Gefahr aus dem All
Kometen
Rätselhafte Vagabunden im Weltraum
Forschen am "System Erde"
Die Geowissenschaften im Wandel
Diaschauen zum Thema
Mineralien
Gesteine
Die Dawn-Mission
GeoVorOrt - Artikel
Wie groß ist die Gefahr aus dem All?
Ein "Tigerauge" der Superlative
Terra mineralia – eine mineralogische Reise um die Welt
Steine in der Stadt
Tsunami-Training auf der Weser
Unter unseren Füßen – Lebensraum Boden
Geobotschafter machen Schule
Erdsystem-Management im Visier
Planet Erde im Visier
Mikrofossilien als Umwelt- und Klimaindikatoren
Flugroboter erforschen Klima der Antarktis
Korallenfriedhöfe im Atlantik
Antarktis: Stöbern im Klimaarchiv geht weiter
Und Steine leben doch
Startschuss für das Internationale Jahr des Planeten Erde 2008
Peru: Spurensuche am Carancas-Krater
Bald mehr Strom aus Erdwärme
Größter Ammonit der Welt ist Fossil des Jahres 2008
Bizarre „Schneeflocken“ aus dem Meer
CO2 - Ein Stoff und seine Geschichte
Atemberaubendes Gestein
Eine neue Allianz für die Klimaforschung
Katastrophenvorsorge im Klimawandel
Antarktisstation live
Klimaforschung: Tiefflüge über der Jülicher Börde
Archiv
GeoSchwerpunkt
Themen, Fakten, Hintergründe ...mehr
GeoAngewandt
Aus Forschung und Wissenschaft ...mehr
GeoKöpfe
Persönlichkeiten im Profil ...mehr
GeoVorOrt
Geotouristische Highlights ...mehr
GeoSchon gewusst?
Interessant und Wissenswert ...mehr