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Donnerstag, 02.09.2010
EU: Badewasserqualität steigt weiter
Europäische Kommission legt Jahresbericht vor
Ein neuer Bericht der Europäischen Kommission zeigt, dass sich im Jahr 2003 die Wasserqualität an den Stränden und Seen in der EU im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert hat. 98,6 Prozent aller Küsten und 93,2 Prozent der Süßwassergebiete erfüllten die festgelegten Qualitätsnormen und Überwachungsvorschriften.

Baden erlaubt!
Baden erlaubt!
© IMSI MasterClips
In Deutschland verbesserte sich im letzten Jahr vor allem die Qualität der Binnengewässer um 95%, was den positiven Trend der vergangenen Jahre insgesamt unterstreicht. Eine negative Entwicklung der letzten Jahre ist jedoch die steigende Zahl von Badeverboten bei auftretenden Problemen, anstatt die Verschmutzungen zu beseitigen. So verringerte sich in Deutschland die Anzahl der Badegebiete um 1,5%, ohne das der Zustand dieser Gewässer verbessert wurde.

Umweltkommissarin Margot Wallström äußerte sich dazu: “Die Badegewässerqualität in der EU nimmt weiterhin zu! Das sind gute Neuigkeiten für alle Bürger und vor allem für die Eltern von Kleinkindern, die Europas Strände und Seen genießen wollen. Besonders begrüßenswert ist die Tatsache, dass die meisten Badegebiete nicht nur die gesetzlichen Mindestnormen der Richtlinie, sondern auch die strengeren empfohlenen Normen erfüllen. Wir müssen allerdings die Praxis stoppen, als Lösung von Umweltproblemen Badegebiete nicht mehr als solche auszuweisen. Der richtige Ansatz ist die Bekämpfung der Umweltverschmutzung und nicht die Beschneidung der Bademöglichkeiten! Ich fordere den Rat und das Europäische Parlament nachdrücklich auf, den von der Kommission im Jahr 2002 vorgelegten Vorschlag für eine geänderte Richtlinie zügig zu verabschieden. Er bietet nicht nur ein noch höheres Schutzniveau, sondern auch die verstärkte Einbeziehung der Bürger in die Bewirtschaftung der Badegebiete.“

Der Bericht beruht auf der 1976 von der Europäischen Kommission beschlossenen Badegewässer-Richtlinie (76/160/EWG). In dieser Richtlinie sind für alle Mitgliedsstaaten verbindliche Normen für die Wasserqualität und strenge Richtwerte festgelegt.
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