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Montag, 13.02.2012
Mönchsgrasmücken ernähren sich gesund
Schwarzes Gefieder der Männchen signalisiert intaktes Immunsystem
Die männlichen Vertreter der Mönchsgrasmücke wissen, womit sie Weibchen beeindrucken können: Mit einem gesunden Immunsystem. Dass sie zu diesem Zweck gewisse Futtervorlieben entwickeln und sich bewusst gesund ernähren, haben jetzt Freiburger Wissenschaftler nachgewiesen.

Mönchsgrasmücke
Mönchsgrasmücke
© Universität Freiburg Mönchsgrasmücke
Robustes Immunsystem ist Trumpf
Männliche Mönchsgrasmücken können ihren guten Gesundheitszustand durch ihr Gefieder zum Ausdruck bringen: Wenn sie besonders schwarze Kopffedern haben demonstrieren sie damit, dass sie über ein robustes Immunsystem verfügen, berichten die Wissenschaftler H. Martin Schaefer und Carlo Catoni von der Fakultät für Biologie I der Universität Freiburg zusammen mit Anne Peters vom Max-Planck-Institut für Ornithologie im „Journal of Evolutionary Biology“.

Flavonoide bestimmen Gefiederfarbe
Die Farbe der Federn wird durch so genannte Flavonoide bestimmt. Dies sind Stoffe, die freie Radikale binden und dadurch das Immunsystem stärken.

Vor die Wahl gestellt zwischen normalem und mit Flavonoiden angereichertem Futter entschieden sich die männlichen Mönchsgrasmücken in einem Experiment für das gesündere - mit Flavonoiden. Erkennen können die Vögel die gesunde Kost nach Angaben der Wissenschaftler an der dunklen Farbe.

Schwarze Federn – gesunde Männchen
Flavonoide kommen besonders in dunklem Obst vor - etwa in Brombeeren oder Heidelbeeren. Die dunklen Stoffe können bei den Männchen im Gefieder eingelagert werden und dadurch ihr gesundes Immunsystem nach Außen signalisieren, so die Forscher im Journal of Evolutionary Biology.
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