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Montag, 13.02.2012
Mondsonde fotografiert Apollo-Landeplätze
Erste Bilder der Landemodule auf der Mondoberfläche
Passend zum 40jährigen Jubiläum der Mondlandung von Apollo 11 hat die NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter die ersten Bilder der Landeplätze der Apollo-Missionen geliefert. Die Aufnahmen zeigen die langen Schatten, die die damals stehengebliebenen Landemodule auf die Mondoberfläche werfen.

LRO-Aufnahme des Landemoduls von Apollo 11, aufgenommen im Juli 2009.
LRO-Aufnahme des Landemoduls von Apollo 11, aufgenommen im Juli 2009.
© NASA LRO-Aufnahme des Landemoduls von Apollo 11, aufgenommen im Juli 2009.
Vor 40 Jahren, am 20. Juli 1969, setzte zum ersten Mal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond. Jetzt, passen zu diesem Jubiläum, hat die aktuelle Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) die Landeplätze der damaligen Mission überflogen. Die am 18. Juni diesen Jahres gestartete NASA-Sonde erreichte den Mondorbit am 23. Juni und fotografierte fünf der sechs Orte mit hochauflösenden Kameras. Der Landeplatz der Apollo 12 Mission soll in den kommenden Wochen folgen.

„Das LROC-Team hat jedes Bild gespannt erwartet“, erzählt Mark Robinson von der Arizona State Universität, einer der leitenden Wissenschaftler des Projekts. „Wir wollten unbedingt den ersten Blick auf die Landemodule erhaschen – zum einen einfach wegen des Nervenkitzels, aber auch um feststellen zu können, wie gut die Kameras fokussieren. Und tatsächlich sind die Bilder fantastisch.“ Da die Apollo-Bilder sogar entstanden, bevor die Orbitersonde ihren endgültige Umlaufbahn erreicht hatte, erwarten die NASA-Wissenschaftler in der Zukunft Aufnahmen, die noch zwei bis dreimal höhere Auflösung besitzen als die jetzigen.

LRO-Aufnahme des Apollo 14-Landeplatzes mit Fußspuren und Instrumentenpaket
LRO-Aufnahme des Apollo 14-Landeplatzes mit Fußspuren und Instrumentenpaket
© NASA LRO-Aufnahme des Apollo 14-Landeplatzes mit Fußspuren und Instrumentenpaket
Langer Schatten verrät Module
Der elliptische Orbit der Orbitersonde bedingt eine leicht unterschiedliche Auflösung für jede der alten Apollo-Landestellen, alle bewegen sich jedoch um 1,2 Meter pro Pixel. Die Apollo-Landemodule mit ihrem Durchmesser von rund 3,5 Metern füllen damit nur ungefähr neun Pixel in den Bildern – zu wenig, um Einzelheiten erkennen zu können. Doch da die Sonne zur Zeit der Aufnahme niedrig über dem Mondhorizont stand, erzeugen die Module einen deutlich sichtbaren Schatten von rund 20 Pixeln Länge.

Der Landeplatz der Apollo 14-Mission erlaubt es wegen besonders günstiger Lichtverhältnisse sogar, einige Details zu erkennen: So ist das Lunar Surface Experiment Package, ein Satz wissenschaftlicher Instrumente, der von den Astronauten an der Landestelle hinterlassen wurde, ebenso sichtbar wie die Fußspuren zwischen dem Landemodul und dem Instrumentenpaket.

Obwohl diese Aufnahmen im Moment vor allem wegen der Erinnerung an die ersten Mondlandungen gefeiert werden, ist der eigentliche Zweck der Mission natürlich ein anderer: Das Lunar Reconnaissance Orbiter soll den Weg bereiten für zukünftige Mondlandungen, indem er mittels hochauflösenden Bildern der Oberfläche geeignete Landeplätze, suchen hilft.
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