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Montag, 13.02.2012
Deutsche Badegewässer sauber wie nie
EU-Bericht vermeldet Rekordwerte der Wasserqualität
Die Badesaison kann kommen: Deutschlands Badegewässer glänzen mit Rekordwerten bei Hygiene und Sauberkeit. Noch nie seit Beginn der Messungen für den jährlichen EU-Badegewässerbericht hat ein so hoher Anteil der deutschen Strände an Nord- und Ostsee sowie den Binnengewässern die Mindeststandards erfüllt. Auch die anderen europäischen Länder haben sich verbessert.

Badende Kinder
Badende Kinder
© IMSI MasterClips
Der seit 20 Jahren alljährlich von der der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur in Auftrag gegebene Bericht bewertet die Qualität von mehr als 20.000 Badegewässern in allen 27 Mitgliedstaaten der EU. Im Jahr 2009 wurden allein in Deutschland 2.279 Gewässer getestet. Er gibt somit Aufschluss darüber, in welchen Gebieten im aktuellen Kalenderjahr mit der besten Wasserqualität zu rechnen ist. Die Proben wurden auf physikalische, chemische und mikrobiologische Verunreinigungen untersucht, darunter Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittelschaum und giftige Säuren.

Positives Rekordergebnis für 2009
Das Ergebnis: Noch nie seit Beginn der Messungen für den jährlichen EU-Badegewässerbericht vor knapp 20 Jahren hat ein so hoher Anteil der deutschen Strände an Nord- und Ostsee sowie den Binnengewässern die Mindeststandards erfüllt: 99,5 Prozent der Küstenstrände und 98,4 Prozent der Flüsse und Seen in Deutschland sind ausreichend sauber, um dort zu baden. Nur neun deutsche Badestellen fielen durch, weil sie nicht die Mindestbedingungen erfüllten.

Wasserqualität fast überall verbessert
Ähnlich positiv fällt die gesamteuropäische Bilanz aus: In der EU ist die Wasserqualität seit 1990 enorm gestiegen, für Küstengebiete kletterte der Wert in diesem Zeitraum von 80 auf 95,6 Prozent und bei den Binnengewässern sogar von 52 auf 89,4 Prozent. „In den vergangenen 30 Jahren hat die Gesetzgebung der EU sowie der einzelnen Mitgliedstaaten die Badegewässerqualität deutlich gesteigert", erklärte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. „Unsere Arbeit ist aber noch nicht getan, wir müssen das Erreichte sichern und für weitere Verbesserungen sorgen."

Ausfälle vor allem an Italiens Meeresküsten
Auf einem guten Weg befinden sich insbesondere Griechenland und Zypern: Dort erfüllten nahezu alle getesteten Badestellen auch die besonders anspruchsvollen EU-Leitwerte. Sicher sind fast alle Badestellen an Meeresstränden: Nur für zwei Prozent der europäischen Küstengewässer wurde ein generelles Schwimmverbot ausgesprochen, fast alle davon in Italien. Bei den Binnengewässern schnitten die Schwarzmeerregion, der Atlantik sowie der Nord- und Ostseeraum gut ab.

Der vollständige Bericht kann auf der Webseite der Europäischen Umweltagentur abgerufen werden. Zudem kann man dort die Qualität einzelner Badegewässer anhand einer interaktiven Karte überprüfen, Daten für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region einsehen und mit vorhergehenden Jahren vergleichen.
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