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Montag, 13.02.2012
Menschheit lebt ab jetzt „auf Pump“
Global Footprint Network: Welterschöpfungstag am 21. August 2010
Seit letztem Samstag leben wir „auf Pump“. Denn in weniger als neun Monaten, am 21. August 2010, hat die Menschheit die ökologischen Ressourcen des gesamten Jahres bereits verbraucht. Dies haben Berechnungen des „Ökologischen Fußabdrucks“ vom Global Footprint Network ergeben.

Erde und Mond
Erde und Mond
© NASA
Der Ökologische Fußabdruck gibt an, wie viel produktive Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung und Müllentsorgung der Menschheit zu gewährleisten. Auch die CO2-Emissionen werden dabei einbezogen. Sie machen den größten und am schnellsten wachsenden Teil des ökologischen Fußabdrucks aus. Allein der CO2-Fußabdruck der Menschheit hat sich laut WWF seit 1970 mehr als verdoppelt.

„Welterschöpfungstag“ immer früher
„Den Rest des Jahres leben wir auf Kredit und verbrauchen die Reserven der Erde“, kommentierte Christoph Heinrich vom WWF Deutschland die neuen Ergebnisse. Die vorhandenen Ressourcen der Erde verbrauche die wachsende Weltbevölkerung immer schneller. Der „Welterschöpfungstag“ rücke im Kalender kontinuierlich weiter nach vorne. Im letzten Jahr fiel er noch auf den 25. September, fast einen ganzen Monat später.

„Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben“, so Heinrich weiter. „Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen.“ Bereits seit 30 Jahren können sich nach Angaben des WWF die natürlichen Ressourcen der Erde nicht mehr so schnell erneuern, wie die Menschheit sie verbraucht.

Planet leidet unter menschlicher Übernutzung
„Klimawandel, Artensterben, Wassermangel sowie der Kollaps der Fischbestände sind klare Anzeichen dafür, dass der Planet unter der menschlichen Übernutzung leidet. Die Folgen sind heute schon sichtbar. Wir können nicht nur auf Kredit konsumieren, irgendwann müssen wir auch unsere Schulden bei der Natur zurückzahlen“, so Heinrich.

Regierungen, Unternehmen und Konsumenten hätten bereits heute Mittel in der Hand, um nachhaltiger zu leben, sei es durch Energieeffizienz, den Einsatz Erneuerbarer Energien, bewussteren Fleischkonsum oder umweltfreundliche Mobilität.
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