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Donnerstag, 24.05.2012
Ausrangierter NASA-Satellit trudelt Erde entgegen
Genaues Absturzgebiet der Trümmerstücke noch ungeklärt
Update: Die Trümmer des Satelliten UARS sind am Freitag abgestürzt, ohne bewohntes GEbiet zu treffen. Nach ANgbaen der NASA seien sie vemrutlich über dem Pazifik niedergegangen, genau könne dies aber nicht ermittelt werden. zuvor hatte es Hinweise darauf gegeben, dass Westkanada betroffen ist. aber das konnte die Raumfahrtgbehörde nicht bestätigen..

Die Vorgeschichte:
Am Freitag, den 23. September, könnte es Satellitentrümmer regnen: Im Laufe des Tages soll der "Upper Atmosphere Research Satellite" (UARS) der NASA in die Atmosphäre eintreten, dort aber nur teilweise verglühen. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde könnten rund 26 größere Bruchstücke von bis zu 150 Kilogramm Gewicht die Erdoberfläche erreichen. Noch könne man aber nicht genau sagen, wo genau diese niedergehen werden. "Es ist noch zu früh, die genaue Zeit und Position des Wiedereintritts des Satelliten vorherzusagen", sagen Vertreter der Raumfahrtbehörde. Präzise könne man dies wahrscheinlich erst zwei Stunden vor dem Ereignis ermitteln.

Satellit UARS
Satellit UARS
© NASA Satellit UARS
Die NASA-Experten schätzen, dass sich die Relikte des gut 6,5 Tonnen schweren und etwa busgroßen Satelliten auf eine etwa 800 Kilometer lange Absturzzone verteilen werden. Seit 30 Jahren ist dies der erste unkontrollierte Absturz eines NASA-Objekts dieser Größe. Aufgrund der Satellitenbahn wisse man, dass dieses Gebiet irgendwo zwischen von 57 Grad nördlicher und südlicher Breite liegen werde. Dies allerdings umfasst einen Großteil der Erdoberfläche. Auch Europa, die USA und andere dicht besiedelte Länder befinden sich damit in der Gefahrenzone.

Risiko für Personen extrem gering
Das Risiko für die Bevölkerung sei aber nur sehr gering, sagen die Experten. Weite Teile des möglichen Treffergebiets bestünden aus Ozeanen oder dünn bis gar nicht besiedelten Landflächen. Es sei daher deutlich wahrscheinlicher, dass die Trümmer in einem dieser Gebiete auftreffen werden. Es bestehe eine Wahrscheinlichkeit von eins zu 3.200, dass eine Person irgendwo auf der Erde von einem Trümmer des Satelliten getroffen werde.

"Seit Beginn des Raumfahrtzeitalters in den späten 1960er Jahren hat es keinen einzigen bestätigten Bericht einer verletzten Person durch wiedereintretende Weltraumobjekte gegeben", konstatiert die NASA. Immerhin gingen auch die Abstürze von anderen großen Brocken wie dem Skylab 1979 oder dem Pegasus 2 Satelliten im gleichen Jahr immer glimpflich aus.

Wertvolle Daten über atmosphärische Gase seit 1991
Der UARS- Satellit wurde im September 1991 vom Space Shuttle in seine Umlaufbahn in rund 600 Kilometern Höhe gebracht. Ausgestattet mit verschiedenen Instrumenten zur Gasmessung, lieferte er vor allem Daten zur Verteilung von wichtigen Klimagasen auf die obere Atmosphäre. Da kurz vor seinem Start der Vulkan Pinatubo auf den Philippinen ausbrach, saßen die Klimaforscher dank UARS dabei quasi "in der ersten Reihe" und konnten die Verteilung der Vulkangase in der Atmosphäre direkt beobachten. Der Satellit lieferte zudem auch Informationen darüber, wie viel Sonnenlicht verschiedener Wellenlängen durch die obere Atmosphäre abgefangen wird.

Im Jahr 2005 wurde UARS deaktiviert und bewegte sich seitdem auf einem immer niedriger werdenden Sinkflug im Orbit. Ursprünglich sollte der Wiedereintritt in die untere Atmosphäre Anfang Oktober stattfinden, aber durch eine erhöhte Sonnenaktivität sank der Satellit schneller als geplant und wird daher nach Schätzungen der NASA am 23. September verglühen.
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