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Montag, 13.02.2012
Walnüsse helfen Diabetikern
Nüsse senken Konzentration des LDL-CHolesterins
Weltweit leiden mehr als 172 Millionen Menschen unter Diabetes, bis 2030 soll sich diese Zahl nach schätzungen der WHO sogar noch verdoppeln. Jetzt hat eine neue Studie gezeigt, dass Menschen mit Typ 2-Diabetes schon durch eine Handvoll Walnüsse am Tag viel zu ihrer Gesundheit beitragen könnten, da diese das „schlechte“ Cholesterin LDL senken.

Walnuss
Walnuss
© Podbregar
Forscher des Ernährungszentrums der Universität von Wollongong veröffentlichten jetzt die Ergebnisse einer Studie, die zeigt, wie die wertvollen Inhaltsstoffe von Walnüssen, insbesondere die "guten" Fette, Patienten mit Typ 2- Diabetes mellitus im Anfangsstadium in der Diätplanung unterstützen können.

Die Untersuchung ergab, dass durch eine Aufnahme von Walnüssen in die Diät der Anteil des "guten" HDL-Cholesterins im Blut dieser Patienten erhöht werden konnte. Die Forschungsergebnisse können in der Dezemberausgabe der in den USA veröffentlichten internationalen Zeitschrift Diabetes Care nachgelesen werden. Für die über fünf Millionen Deutschen mit Alterszucker und die vielen Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko sind diese neuen Befunde eine gute Nachricht.

Fettsäuren und Insulinresistenz verbunden
Laut Professor Linda Tapsell, der Leiterin des National Centre of Excellence for Functional Foods, habe die Studie gezeigt, wie durch Verzehr von acht bis zehn Walnüssen pro Tag im Rahmen einer Diabetes-Diät, die richtigen Fette und Fettsäuren aufgenommen werden, die dem Körper helfen können, mit der Insulinresistenz fertig zu werden. Die Insulinresistenz ist ein Kernproblem beim frühen Typ 2-Diabetes. Sie behindert die Aufnahme von Blutzucker (Blutglukose) aus dem Blut in die Körperzellen und führt damit zu einem Anstieg des Blutzuckers im Blut.

"Wir kennen den Zusammenhang zwischen Insulinresistenz und Fettsäuren. Beim Blick auf die Nährstoffzusammensetzung von Walnüssen kamen wir auf die Idee, dass sie bei der Versorgung des Körpers mit den richtigen Fettsäuren hilfreich sein könnten. Wir wussten, dass Walnüsse beträchtliche Mengen dieser Fette enthalten, also bestand die Herausforderung darin nachzuweisen, dass der Nutzen nicht nur in der Theorie, sondern auch in Wirklichkeit besteht", so Professor Tapsell.

Acht bis zehn Walnüsse am Tag
Ein Team von Ernährungsberatern des Smart Foods Centre und des Illawarra Diabetes Service haben im Rahmen der sechsmonatigen Studie individuell abgestimmte Diäten für rund 60 Patienten mit Typ 2-Diabetes entwickelt. Basis der Diäten waren die Nahrungsmittelgruppen Getreideflocken und Brot, Obst und Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Magermilchprodukte, Öle, Avocados, Erdnussbutter und Nüsse. Jede Diät für Patienten der Prüfgruppe enthielt 30 Gramm Walnüsse (das entspricht etwa acht bis zehn Nüssen) pro Tag, Die Diäten waren hinsichtlich der anderen Nährstoffe wie Kohlehydraten, Proteinen, Kalorien und Fetten aus anderen Lebensmitteln ausgewogen. Dadurch wurde gewährleistet, dass der Nutzen eindeutig auf die Walnüsse zurückgeführt werden konnte.

"Durch die Walnüsse konnten wir sicher gehen, dass die richtigen Fette in der Diät enthalten waren", so Frau Professor Tapsell. "Also können sich Patienten mit einem Typ 2-Diabetes bei Fragen zum Nutzen von Walnüssen für ihren Ernährungsplan an ihren Arzt oder Ernährungsberater wenden." Nach Ansicht von Professor Tapsell kommt der Studie eine enorme Bedeutung zu, da sie den in der Theorie bekannten Nutzen bestimmter Lebensmittel bestätigt: Lebensmittelhersteller profitieren von solchen Forschungsergebnissen, da sie damit den besonderen Wert bestimmter Lebensmittel belegen können. Die Resultate dieser Studie kommen außerdem Ärzten und Ernährungsberatern zugute, wenn sie Patienten über die Zufuhr der richtigen Fettsäuren im Rahmen ihrer Ernährung beraten."
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