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Montag, 13.02.2012
40.000 Tote nach Seebeben in Südasien?
Tsunami verwüstet ganze Landstriche
Ein schweres Seebeben mit der Stärke von 9,0 auf der Richterskala hat am 26. Dezember 2004 in Südasien für eine verheerende Katastrophe gesorgt. Der Erdstoß verursachte eine so genannte Tsunamiwelle, die mit der Geschwindigkeit eines Passagierflugzeugs über den Ozean lief.

Tsunami
Tsunami
© NOAA
An den Küsten türmte sie sich zu bis zu zehn Meter hohen Wasserwänden auf, die dann die Uferregionen überfluteten und alles mit sich rissen, was sich ihnen in den Weg stellte. Mindestens 25.000 Menschen kamen dabei in Indonesien, Thailand, Malaysia oder auf den Malediven in den Fluten ums Leben, hunderttausend wurden verletzt, zehntausende werden zurzeit noch vermisst. Allein in Sri Lanka wurden zudem eine Million Menschen obdachlos.

Nach Behördenangaben ist aber noch mit einem weiteren dramatischen Anstieg der Todesopfer zu rechnen. So befürchtet die Regierung Indonesiens, dass dort allein 25.000 Menschen durch den Tsunami getötet wurden - bisher ging man von 5.000 Opfern aus.

Besonders schlimm ist die Situation auch in Sri Lanka und Indien, wo in den Wassermassen mindestens 11.000 beziehungsweise 7.000 Menschen starben. Dort wurden in den Küstenregionen über hunderte von Kilometern die Dörfer vollständig zerstört.

Von dem Tsunami heimgesucht wurden auch zahlreiche Tourismuszentren wie die Insel Phuket in Thailand. Auch die Hauptstadt der Malediven, Male, stand zu zwei Dritteln unter Wasser. Die Rettungskräfte befürchten, dass sich auch zahlreiche Urlauber unter den Todesopfern befinden.

Die meisten Reiseveranstalter haben mittlerweile Urlaubsflüge in die Krisenregion bis zum Endes des Jahres 2004 abgesagt.

Das Epizentrum des schwersten Erdbebens weltweit seit mehr als 40 Jahren befand sich nach Angaben von Wissenschaftlern circa 150 Kilometer nordwestlich der indonesischen Insel Sumatra in 40 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden.

Wie Professor Jochen Zschau von GeoForschungsZentrum Potsdam in der ZDF-Sendung „heute“ sagte, ist in der betroffenen Region noch monatelang mit Nachbeben mit einer Stärke von sechs bis sieben auf der Richter-Skala zu rechnen, die dann erneut Tsunamis auslösen können.
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