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Freitag, 25.05.2012
Verhütungsring statt Antibaby-Pille
Leicht zu handhaben und geringe Hormonbelastung
Freiburger Wissenschaftler entwickeln zurzeit einen Ring zur Empfängnisverhütung, der leicht zu handhaben ist und zugleich die Hormonbelastung der Frauen verringert.

Die Antibaby-Pille ist das in Deutschland am häufigsten verwendete und gleichzeitig eines der sichersten Verhütungmittel. Die Sicherheit setzt allerdings die tägliche Einnahme voraus. Diese klappt aber weit weniger häufig, als man annehmen möchte: Rund 47 Prozent der Pillenanwenderinnen vergessen mindestens eine Tablette pro Zyklus und 22 Prozent sogar zwei oder mehr Tabletten.

Bei minderjährigen Mädchen führen Einnahmefehler zu einer seit Jahren konstant hohen Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen. In der Altersgruppe der 16-19jährigen kommt mindestens ein Schwangerschaftsabbruch auf zwei Lebendgeburten. Es liegt nahe, die hormonalen Empfängnisverhütung mit Methoden, die weniger Einnahmedisziplin erfordern, zu erleichtern. An der Universitäts-Frauenklinik Freiburg testet eine Arbeitsgruppe dazu zur Zeit einen "Verhütungsring".

Ring wird drei Wochen lang ständig getragen
Der vaginal getragene Ring kommt wegen seiner einfachen Anwendung auch für sehr junge Frauen in Frage. Die Hormonbelastung ist, ähnlich wie beim Verhütungspflaster, das ebenfalls an der Frauenklinik erprobt wird, geringer als bei der Pille. Die Hormonspiegel passen sich eher den natürlichen Hormonspiegeln während des Monatszyklus an. Der entscheidende Vorteil : Der Ring kann nicht vergessen werden, da er drei Wochen lang ständig getragen wird.

Unter der Leitung von Privatdozent Christoph Keck wurde der neue Forschungsschwerpunkt zur hormonalen Empfängnisverhütung eingerichtet. In seiner Arbeitsgruppe werden moderne, hormonale Verhütungsmethoden in ihrer Anwendung in der täglichen Praxis untersucht, die interessante Alternativen zur herkömmlichen Pille darstellen.
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