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Montag, 13.02.2012
EU: Mehr Geld für den Katastrophenschutz in Zentralasien
Kommission will Frühwarnung verbessern
Zentralasien ist besonders von Naturkatastrophen bedroht, wobei die größten Gefahren von Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutschen, Schlamm- und Schneelawinen ausgehen. Die EU-Kommission hat nun 3,5 Millionen Euro für die Fortsetzung der Katastrophenvorbeugung und -planung in der Region bewilligt. Mit der Hilfe soll vor allem die Fähigkeit der lokalen Gemeinschaften gestärkt werden, Frühwarnungen auszugeben, auf Katastrophen zu reagieren und diese zu bewältigen.

{1l}Die Maßnahmen sollen nach Angaben der EU-Kommission aber auch gefährdete Bevölkerungsgruppen durch kleinere Infrastrukturarbeiten vor möglichen Naturkatastrophen schützen. Bereitgestellt werden die Mittel für Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan vom Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission.

Der dritte Aktionsplan für Zentralasien im Rahmen von DIPECHO (Allgemeines Programm zur Katastrophenplanung) wird auf die Katastrophenvorbeugung und –planung ausgerichtet sein. Das Programm wird eine Reihe von Maßnahmen zur Ausbildung der Reaktionsfähigkeit und des Gefahrenbewusstseins der Gemeinschaften vor Ort umfassen. Dadurch werden die Gemeinschaften vor Ort unter anderem befähigt, Gefahren zu erkennen und entsprechende Pläne des Katastrophenmanagements aufzustellen.

Die Maßnahmen werden sich auf Gebiete konzentrieren, für die eine hohe Katastrophenanfälligkeit ermittelt wurde, sowohl hinsichtlich des Gefahrenpotentials als auch in Bezug auf die Reaktionsfähigkeit der lokalen Bevölkerung. Zu diesen Gebieten zählen große Teile Tadschikistans, Usbekistans sowie Süd-Kirgisistan. Bereits im Jahr 2005 wurden Tadschikistan und Kirgisistan von schweren Schneefällen, Lawinen und Überschwemmungen heimgesucht, was die lokalen Gemeinschaften vor eine große Herausforderung stellte. Auch von den regelmäßig auftretenden Erdbeben und Erdrutschen geht eine ständige Gefahr für die Menschen aus.

Das DIPECHO-Programm ist seit 1996 im Einsatz und hat seither über 78 Mio. Euro für 319 Projekte weltweit bereitgestellt. Mit dieser neuen Mittelzusage im Umfang von 3,5 Mio. Euro erreichen die seit 2003 im Rahmen von DIPECHO für die Region Zentralasien bereitgestellten Mittel ein Gesamtvolumen von neun Mio. Euro.
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