Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Montag, 13.02.2012
Bewegung gut fürs Gehirn
Neue Erkenntnisse zur Gehirngesundheit und -leistungsfähigkeit
Körperliche Aktivität beeinflusst offenbar Gehirnfunktionen und altersbedingte Rückbildungserscheinungen positiv. Dabei löst die zusätzliche Gehirndurchblutung in Verbindung mit dynamischer Arbeit vermutlich eine vermehrte Produktion von Nervenwachstumsfaktoren aus.

Sport
Sport
© IMSI MasterClips
Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer neuen Publikation von der Deutschen Sporthochschule Köln. Was für koronare Herzkrankheiten, periphere arterielle Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, Hypertonie, Adipositas ebenso wie für die Psyche gilt, ist offenbar auch für die Gehirnfunktionen von großer Bedeutung. Wahrscheinlich führt körperliche Aktivität zu einem trainingsbedingten Ökonomisierungsprozess im Gehirn, wie wir ihn im Herz-Kreislaufbereich nach Training kennen. Das Gehirn dürfte somit - ähnlich dem Herzen und der Skelettmuskulatur - bis in ein hohes Alter auf einem hohen Leistungszustand zu halten sein.

Bereits im Vorschulalter können durch koordinative Beanspruchungen bessere intellektuelle Voraussetzungen durch die dadurch ausgelöste vermehrte Synapsenbildung geschaffen werden. Dem Haupt-Charakteristikum eines erkrankten Gehirns, kortikale Atrophie und Abnahme synaptischer Verbindungen, verbunden mit kognitiven Leistungsverlusten, wird dadurch vorgebeugt.

Erste Untersuchungen deuten auch auf einen Zusammenhang zwischen der Alzheimerschen Erkrankung und dem Grad körperlicher Aktivität im Lebensverlauf hin.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Weitere News zum Thema
Forscher haben See unter Antarktis-Eis angebohrt (10.02.2012)
Einzigartige Lebensformen im Wostoksee waren seit 15 Millionen Jahren isoliert
Krebsmedikament macht Alzheimer-Symptome rückgängig (10.02.2012)
Wirkstoff Bexaroten beseitigt Gedächtnisstörungen und Eiweiß-Plaques bei Mäusen
Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler? (10.02.2012)
Können Kaltwasserkorallen der Versauerung des Meerwassers standhalten?
Gechlechter: Keine Sprachanpassung beim Eisprung (10.02.2012)
Wie fruchtbar eine Frau gerade ist, beeinflusst die Ausdrucksweise ihres Gesprächspartners
Junge Fliegen duften besser (10.02.2012)
Jugendlicher Geruch wirkt auf Artgenossen attraktiver
Suche
Erweiterte Suche
Special
Dossier: Mythos 2012 - Die Maya, der 21. Dezember und die Fakten
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
News des Tages
Mücken fliegen auf 4-methylphenol
Handys doch keine Gefahr für die Gesundheit?
Bewegung gut fürs Gehirn
Träume nach Wunsch?
Rätsel der Galaxienentwicklung bald gelöst?
Blutzellen-Übertragung soll sicherer werden
Top-Clicks der Woche
1. Forscher haben See unter Antarktis-Eis angebohrt
2. Krebsmedikament macht Alzheimer-Symptome rückgängig
3. Röntgenlicht macht Eisen durchsichtig
4. Fasten lässt Krebstumore schrumpfen
5. Gletscher verlieren jährlich 230 Milliarden Tonnen Eis