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Montag, 13.02.2012
Gut Wetter für Wind- und Sonnenkraft
Projekt erforscht neue IT-Technologien für die Energiemeteorologie
Welches sind die optimalen Standorte für Solar- und Windkraftanlagen? Um solche Fragen künftig besser beantworten zu können, hat jetzt ein neues Projekt begonnen, in dessen Rahmen Technologien erforscht und entwickelt werden, die es erlauben, für die Energiemeteorologie große Datenmengen - beispielsweise von Wettersatelliten - schneller auszuwerten und komplexe wissenschaftliche Informationen in einem neuartigen "Wissensnetz" flexibel zu verteilen und zu verarbeiten.

Solarenergie
Solarenergie
© DOE
Welches sind die optimalen Standorte für Solar- und Windkraftanlagen? Welche Vorhersagen zur Windleistung können getroffen werden? Mit diesen und weitere Fragen beschäftigt sich die junge Wissenschaft "Energiemeteorologie". Sie untersucht den Einfluss von Wetter und Klima auf die Energieproduktion aus erneuerbaren Energieerzeugern. Die Energiemeteorologie liefert damit wesentliche Grundlagen für die sichere und nachhaltige Energieversorgung von morgen.

Um zuverlässige Vorhersagen der Leistung aus zum Beispiel Sonne- und Windenergie zu stellen bedarf es unter anderem der Analyse großer Datenmengen zur Bestimmung optimaler Standorte für derartige Anlagen und es müssen Computermodelle zur Wettervorhersage geschaffen werden. Genau hier setzt das neue Projekt "Wissensnetz Energiemeteorologie (WISENT)" an:

Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten arbeiten in interdisziplinären Teams zusammen, um die komplexen Modelle zu entwickeln und anzuwenden. Die Daten hierfür kommen von Satelliten, unzähligen Bodenmessstationen und Datenarchiven. Die Vielfalt und schiere Menge der Daten stellen die Wissenschaftler vor große Herausforderungen: Die Verarbeitung der Daten erfordert hohe Rechenleistung, einen sehr großen Speicherbedarf, große Bandbreiten für die Datenübertragung sowie eine einheitliche übergeordnete Strukturierung.

Deshalb haben drei Institute des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), das Informatikinstitut OFFIS, die Universität Oldenburg und das Unternehmen meteocontrol GmbH ein Konzept zum Aufbau von IT- Technologien für eine verbesserte, flexiblere Zusammenarbeit erarbeitet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden innerhalb der nächsten drei Jahre Technologien und Verfahren erarbeiten, mit denen flexibler und schneller Energieprognosen errechnet werden können. Am Ende des Projektes werden sowohl die Energiemeteorologen mit den neuen Werkzeugen arbeiten können als auch in der Lage sein, schnell neue Arten von Messdaten (z.B. Aerosolsensorik) in ihre Auswertungen zu integrieren.
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