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Montag, 13.02.2012
Dezember 2006: Zu trocken, zu sonnig und viel zu warm
DWD-Messungen ermitteln wärmsten Dezember seit 32 Jahren
Der Dezember 2006 war in ganz Deutschland ungewöhnlich mild. Es war verbreitet zu trocken und die Sonne schien teilweise erheblich mehr als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.600 Messstationen.

Sonnenlicht als Klimafaktor
Sonnenlicht als Klimafaktor
© IMSI MasterClips
Deutschlandweit lagen die Temperaturen mit 4,2 Grad Celsius (°C) um 3,4 Grad höher als im klimatologischen Mittel der Jahre 1961-90. Damit war der Dezember 2006 der drittwärmste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1901. In Deutschland waren bislang nur die Dezember 1934 und 1974 mit jeweils 4,8°C noch wärmer.

Besonders große positive Abweichungen registrierten die Meteorologen des DWD in Norddeutschland, wo der Monat verbreitet mehr als fünf Grad zu warm war. Die höchste Temperatur wurde mit 19°C am 8. Dezember 2006 an einigen DWD-Stationen in Bayern und Baden- Württemberg gemessen.

Meist zu trocken
Die Niederschlagsbilanz war nach Angaben der DWD-Wissenschaftler im Dezember deutschlandweit leicht unterdurchschnittlich. Mit 48 Litern pro Quadratmeter wurde nur 68 Prozent des Klimawertes erreicht. Gleichzeitig zeigten sich aber große regionale Unterschiede. Besonders nass fiel der Monat in Schleswig-Holstein aus, wo örtlich mehr als 150 Prozent der üblichen Regenmenge registriert wurden.

In den meisten Gebieten Deutschlands war der Monat jedoch zu trocken. Ausgesprochen wenig Niederschlag gab es in Bayern und Sachsen, wo nach den Ergebnissen der Forscher teilweise nicht einmal 40 Prozent des Normalwertes gemessen wurden.

Im Norden wenig, im Süden viel Sonne – örtliche neue Rekorde
Die durchschnittliche Sonnenscheindauer betrug bundesweit 60 Stunden. Das entspricht einem Plus von 58 Prozent im Vergleich zum vieljährigen Mittel. Dabei gab es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. In Norddeutschland wurde der Normalwert verbreitet nicht erreicht.

In Süddeutschland machte die Sonne laut DWD dagegen Überstunden. An vielen Stationen in Bayern und besonders in Baden-Württemberg war es der sonnigste Dezember seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer im Jahr 1951. Örtlich erreichten die Sonnenscheinstunden dabei mehr als 300 Prozent des Normalwertes, zum Beispiel in Notzingen, Wolfach und Hermaringen.

Temperaturen in den Ländern im Monat Dezember 2006
Vorläufige aktuelle Mittelwerte in Grad Celsius und Abweichungen vom vieljährigen Durchschnitt in Grad

Baden-Württemberg, 3,2, +2,9
Bayern, 2,0, +2,6
Berlin, 5,6, +4,4
Brandenburg, 5,2, +4,3
Bremen, 6,5, +4,3
Hamburg, 6,6, +4,6
Hessen, 4,0, +3,2
Mecklenburg-Vorpommern, 6,0, +4,9
Niedersachsen, 6,0, +4,1
Nordrhein-Westfalen, 5,2, +2,9
Rheinland-Pfalz, 3,9, +2,6
Saarland, 4,1, +2,6
Sachsen, 3,7, +3,4
Sachsen-Anhalt, 4,8, +3,7
Schleswig-Holstein, 6,8, +5,0
Thüringen, 3,8, +3,8
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Sonne, Temperatur, Regen, Niederschlag, Klimawandel, Globale Erwärmung
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