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Montag, 13.02.2012
Forscher bringen Trüffel auf Trab
Pilzproduktion soll effektiver werden
Forscher in Australien arbeiten zurzeit an einer verbesserten Produktion der europäischen Feinkostspezialität Trüffel. Sie setzen modernste wissenschaftliche Methoden ein, um mehr über die wechselseitige Verbindung zwischen den wertvollen Speisepilzen, die auch als schwarze Diamanten bezeichnet werden, und deren Wirtsbäumen in Australien - Eiche und Haselnuss - zu erfahren.

Trüffel
Trüffel
© Ardo Beltz/ GNU DFL Trüffel
Für ihre Untersuchungen haben die Wissenschaftler der Ecosystems Research Group an der University of Western Australia in Perth einen mit Haselnusssträuchern bestückten Trüffelhain in Manjimup im Südwesten Australiens ausgewählt, der den Trüffelregionen in Frankreich klimatisch sehr ähnlich ist.

Um nun die Verbindung zwischen Wirtsbaum und Trüffel besser zu verstehen, spritzen die Forscher eine Mischung aus Glukose und einem natürlich vorkommenden Kohlenstoffisotop in die Wurzeln der Haselnusssträucher. Das Isotop wird als so genanntes Tracking-Device fungieren und es dem Forscherteam ermöglichen, die Entwicklung der Trüffel und deren Verbindung zum Wirtsbaum detailliert zu verfolgen.

Wann sind Trüffel „erwachsen“?
Die Wissenschaftler wollen mit ihren Untersuchungen überprüfen, ob es einen Zeitabschnitt gibt, während dem Trüffel unabhängig vom Wirtsbaum werden. Dies ließe Rückschlüsse darauf zu, wann Trüffel von einer externen Verabreichung von Nährstoffen profitieren könnten. Hierzu werden die Isotope über einige Monate mehrmals in die Strauchwurzeln gespritzt, um dann deren Präsenz in Trüffelsplittern mittels Massenspektrometer zu messen.
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