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Montag, 13.02.2012
Winter 2007/08: Viel Sonne und ungewöhnlich mild
Deutscher Wetterdienst legt erste Wetterbilanz vor
Der Winter 2007/08 war in Deutschland ausgesprochen warm. Die Rekordtemperaturen des vorigen Jahres wurden aber nicht erreicht. Wintersportler zogen lange Gesichter: Zwar zeigte sich die Sonne recht häufig, doch Schnee war Mangelware. Dieses Fazit hat jetzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.100 Messstationen gezogen.

Sonnenlicht
Sonnenlicht
© IMSI MasterClips
Von Mitte Dezember bis Anfang Januar dominierte noch die Kälte in Deutschland. Danach verlief der Winter 2007/08 sehr mild und ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 2,9 Grad Celsius (°C) der sechstwärmste Winter seit 1901. Er lag nach Angaben der „Wetterfrösche“ um 2,7 Grad über dem vieljährigen Klimawert von 0,2°C.

Am wärmsten war es danach in Bremen, am kältesten in Bayern. Nur am Rande der Alpen sank das Quecksilber in diesem Winter gelegentlich unter -15°C. Die tiefsten Werte meldeten am 2. Januar Reit im Winkl mit -22,6°C und Oberstdorf mit -22,0°C. Dagegen wurden am 24. Februar im Süden und Osten Deutschlands vom DWD fast sommerliche Temperaturen gemessen, zum Beispiel in Wielenbach bei Weilheim 22,0°C und in Metzingen bei Reutlingen 21,6°C.

Etwas zu trocken, ungewöhnlich schneearm
Der Winter 2007/08 war nach den Ergebnissen der Meteorologen auch außergewöhnlich schneearm. Zahlreiche Stationen in Deutschland blieben von Dezember bis Februar sogar völlig ohne Schnee. Selbst ein Großteil der höher gelegenen Alpentäler war ab Mitte Januar grün.

Über alle Regionen Deutschlands gemittelt lag die Niederschlagsmenge des Winters bei 173 Litern pro Quadratmeter (l/m²), das sind 96 Prozent des Solls von 181 l/m². Der meiste Niederschlag fiel dabei mit etwa 247 l/m² im Saarland, so der DWD. Braunlage war mit 542 l/m² die nasseste Station. Dort gab es am 19. Januar 2008 mit 64,6 l/m² auch die größte Tagessumme. In Sachsen-Anhalt dagegen war es laut den Messungen der Wissenschaftler mit rund 127 l/m² Niederschlag am trockensten. In Halle-Kröllwitz beispielsweise fielen lediglich 49 l/m².

Sonnenscheindauer zeigt Süd-Nord-Gefälle
Die durchschnittliche Sonnenscheindauer in Deutschland betrug laut DWD im Winter 2007/08 rund 225 Stunden und somit etwa 146 Prozent des langjährigen Mittels von 155 Stunden. Dabei waren die Unterschiede zwischen dem sonnenscheinreichen Süden und dem sonnenscheinarmen Norden dieses Mal ungewöhnlich groß.

Die Spanne reichte von etwa 301 Stunden in Baden-Württemberg (177 Prozent) bis zu 119 Stunden (86 Prozent) in Schleswig-Holstein. Sonnigster Ort war Wielenbach bei Weilheim in Oberbayern mit 403 Stunden, in Quickborn zeigte sich die Sonne dagegen nur 99 Stunden lang.
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