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Freitag, 25.05.2012
Neue Strategie gegen ALS
Verlauf der Krankheit in Labortests verlangsamt
Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine der häufigsten Erkrankungen der Motoneuronen, der für die Steuerung der Muskulatur zuständigen Nervenzellen. Sie galt bislang als nicht heilbar und schwer behandelbar. Jetzt haben Wissenschaftler des Pharmaunternehmens Oxford BioMedica einen neuen Ansatz zur Behandlung entwickelt. In Labortests konnte das Einsetzen und der Verlauf der amyotrophen Lateralsklerose verlangsamt werden. Zusätzlich erhöhte sich die Lebenserwartung um 30 Prozent.

Die Wissenschaftler betonen in dem Fachmagazin Nature jedoch, dass sich ihre Arbeit noch in einem frühen Stadium befindet. Der neue Behandlungsansatz MoNuDin beruht grundsätzlich auf einem Gen, das die Produktion des Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) auslöst. Dieses Gen wird in Muskeln injiziert. Es stimuliert die VEGF-Produktion in den Nervenzellen des Rückenmarks.

ALS wird bei Mäusen und Menschen mit verringerten VEGF-Werten in Zusammenhang gebracht. Es wird angenommen, dass diese Chemikalie eine entscheidende Rolle beim Schutz der Nervenzellen vor Schaden spielt. Tests mit Mäusen wiesen nach, dass bereits eine einmalige Injektion einen deutlich positiven Effekt hervorrufen konnte. Die amyotrophe Lateralsklerose wird durch das Absterben von Zellen verursacht, die die Bewegung in Gehirn und Rückenmark kontrollieren. Derzeit gibt es keine Heilung.

Bei ALS handelt es sich um eine Erkrankungsform, von der Erwachsene betroffen sind. Sie führt zu einer Lähmung und in den meisten Fällen innerhalb von fünf Jahren zum Tod. Mit an der Entwicklung beteiligt war das belgische Center for Transgene Technology and Gene Therapy.
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