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Montag, 13.02.2012
Handheld-Computer als Lotse beim Einkauf
Simon zeigt den Weg zu den Geschäften
Siemens-Forscher haben einen Handheld-Computer zu einem virtuellen Einkaufsassistenten gemacht. In dem Projekt ist es erstmals gelungen, freie Sprachdialoge auf so einem kleinen Endgerät zu ermöglichen, wie das Siemens-Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet.

Handheld-Computer als Lotse
Handheld-Computer als Lotse
© Siemens
Der Simon genannte Prototyp zeigt Anwendern den Weg zu den Geschäften in einem Einkaufszentrum. Auch die Suche nach Produkten ist möglich. Zudem können Ladenbesitzer den Besuchern Einkaufstipps geben und ihnen Angebote unterbreiten. Simon ist eine benutzerfreundliche Anwendung ortsabhängiger Dienste, wie sie künftig bei Handys oder Handheld-Computern üblich sein werden.

Der besondere Clou: Der mobile Lotse versteht natürliche Sprache und setzt sie in Anweisungen um. Diane, die dabei verwendete Technik für freie Sprachdialoge, ist mitsamt der Bedienoberfläche und der nötigen Spracherkennung und Sprachausgabe ebenfalls eine Entwicklung von Siemens. Der Handheld-Computer kann natürlich auch über das Touchscreen-Display bedient werden. Denn je nach Situation oder persönlichen Präferenzen kann eine Spracheingabe oder die Bedienung mit einem Stift praktischer sein - etwa wenn jemand seinen Kontostand abfragen will.

Die Feldtests im Münchner Einkaufszentrum PEP ergaben, dass auch unerfahrene Nutzer mit der Spracheingabe gut zurechtkommen. Die Nutzer stellen ihre Frage in das Mikrofon des Geräts. Sätze wie "Wo gibt es hier DVD-Player unter 150 Euro?" oder "Ich möchte zur Apotheke!" erkennt Simon trotz Hintergrundgeräusche zuverlässig und schnell. Simon bestätigt schriftlich oder akustisch, was er verstanden hat und fragt im Zweifelsfall nach. Dann listet er die gefundenen Geschäfte auf dem Display auf und zeigt in der Kartendarstellung den Grundriss des Einkaufszentrums. Darauf sind aktuelle Standort zu sehen und der Weg in das betreffende Geschäft.

Über Simon können Ladenbesitzer auch Informationen oder Gutscheine anbieten. Anwender stufen das eher als Service und weniger als Belästigung ein. Denkbar ist etwa, dass das mobile Netz des Einkaufszentrums die Handheld-Computer erkennt. Wenn dann ein Kunde mit Simon in der Hand an einem Musikgeschäft vorbeikommt, wird ihm beispielsweise die Nachricht übermittelt, dass die neue CD, die er beim letzten Besuch vergeblich gesucht hatte, nun eingetroffen ist.
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