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Montag, 13.02.2012
Gen für Fettleibigkeit identifziert
Entdeckung eröffnet neue Therapieansätze
Mehr als 30 Prozent der deutschen Bevölkerung haben Übergewicht – und wir werden imer dicker. Deutsche Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, welche Bedeutung ein 2006 entdecktes Gen bei der Entstehung des Übergewichts hat. Die Ergebnisse sind im Wissenschaftsjournal Nature veröffentlicht worden.

DNA
DNA
© MMCD
Im Jahr 2006 wurden Variationen des FTO Gens gehäuft bei übergewichtigen Menschen gefunden. Die Bedeutung dieses Gens und seine normale Funktion blieben aber bislang ungeklärt. Die Arbeitsgruppen von Professor Jens Brüning, Sprecher des Exzellenzcluster für Alternsforschung, CECAD Cologne, und Professor Ulrich Rüther, Universität Düsseldorf, konnten nun zeigen, dass Mäuse, denen das FTO Gen fehlt, schlank sind und einen erhöhten Energieverbrauch haben.

"In genetischen Assoziationsstudien wurde zunächst einmal eine Beziehung des Gens zur Fettleibigkeit gezeigt, aber das allein sagt noch nicht viel“, so Rüther. „Unsere Studien zeigen, dass unter fettreichen Ernährungsbedingungen bereits eine Reduktion der Genaktivität zu einer Verzögerung der Entstehung der Fettleibigkeit führt. Dies impliziert, dass man möglicherweise auch pharmakologisch über eine Blockierung von Fto auf die Fettleibigkeit einwirken kann.“

Diese Ergebnisse belegen die entscheidende Bedeutung des FTO Gens in der Regulation des Körpergewichts. Somit werden über diese Forschungsergebnisse Grundlagen für neue Therapien in der Übergewichtsbehandlung geschaffen.
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